Check-in am internationalen Flughafen Rio de Janeiro Galeão. Das neue Joint Venture Odebrecht Mobilidade ist für den Umbau verantwortlich. / Copyright: Andrevruas
Check-in am internationalen Flughafen Rio de Janeiro Galeão. Das neue Joint Venture Odebrecht Mobilidade ist für den Umbau verantwortlich. / Copyright: Andrevruas

Check-in am internationalen Flughafen Rio de Janeiro Galeão. Das neue Joint Venture Odebrecht Mobilidade ist unter anderem  für den Umbau verantwortlich. / Copyright: Andrevruas

Der brasilianische Konzern Odebrecht TransPort und das japanische Unternehmen Mitsui schließen sich zu einem Joint Venture für Verkehrsinfrastruktur zusammen. Das neue Unternehmen, Odebrecht Mobilidade, geht dabei technisch aus der Odebrecht TransPort hervor. Der Japaner steige lediglich mit 500 Millionen Reais (circa 155 Millionen Euro) ein und sichere sich einen Anteil von 40 Prozent am neuen Konzern, wie die Zeitung Valor Econômico (7.11.) berichtete.

Das neue Unternehmen Odebrecht Mobilidade setzt sich aus dem Erbe der Odebrecht TransPort zusammen, wozu die vier Sparten aus dem Verkehrs- und Infrastrukturwesen, SuperVia (Rio de Janeiro), VLT Carioca (Rio de Janeiro), Move São Paulo (São Paulo) und VLT de Goiânia (Goiás), gehören. Das neue Unternehmen übernehme damit von seinem Vorgänger unter anderem den Bau einer neuen Metrolinie in São Paulo, den Umbau des internationalen Flughafens Galeão von Rio de Janeiro oder beispielsweise die Planung, Bau und Instandhaltung der Autobahn BR-163 im Bundesstaat Mato Grosso, wie die Zeitung Valor schreibt. Durch ein volles Aufgabenpaket kämen in den kommenden drei Jahren Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Reais (etwa 7,75 Milliarden Euro) auf das Joint Venture zu.

Aus diesem Grund sei Odebrecht TransPort, zu dem 21 Subunternehmen gehören, auch auf der Suche nach Partnern gewesen, wie es in der Zeitung heißt. Um die Aufträge zu stemmen, war das Unternehmen im vergangenen Jahr gezwungen gewesen, einen Kredit von einer Milliarde Reais (etwa 310 Millionen Euro) von der brasilianischen Entwicklungsbank BNDESPar im Tausch gegen zehn Prozent der Firmenanteile aufzunehmen. Der Investment-Fond Fundo de Garantia do Tempo de Serviço sei bereits mit 30 Prozent beteiligt gewesen.

Die Konzernleitung feierte den Zusammenschluss mit Mitsui insbesondere deshalb, weil die Finanzinvestitionen eines ausländischen Unternehmens Vertrauen in den Konzern und die brasilianische Wirtschaft bewiesen. „Für uns ist der Zufluss von ausländischem Kapital, noch dazu mit langer Laufzeit, das in Infrastrukturmaßnahmen in Brasilien investiert, sehr relevant“, wie Paulo Cesena, Präsident von Odebrecht TransPort bekräftigte. (ms)