20 brasilianische Unternehmen aus der Modebranche besuchten Shanghai, um den chinesischen Modemarkt besser kennenzulernen. / Copyright: Wikimedia Commons, Airunp
20 brasilianische Unternehmen aus der Modebranche besuchten Shanghai, um den chinesischen Modemarkt besser kennenzulernen. / Copyright: Wikimedia Commons, Airunp

20 brasilianische Unternehmen aus der Modebranche besuchten Shanghai, um den chinesischen Modemarkt besser kennenzulernen. / Copyright: Wikimedia Commons, Airunp

Mit einem Importwert von 46 Milliarden US-Dollar an brasilianischen Produkten in 2013 steht China ganz oben im Ranking der Handelspartner Brasiliens. Allerdings entfallen von diesen Verkäufen nur 122,4 Millionen US-Dollar, oder 0,26 Prozent auf die Modebranche. Damit ist das Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft, vor allem, weil das asiatische Land nach Schätzungen allein 25 Prozent der Modekäufer weltweit auf sich vereinigt. Um den Anteil brasilianischer Exporte im Modebereich auszubauen, sind 20 brasilianische Unternehmen nach Shanghai gereist. Auf diese Weise wollen sie sich besser mit dem chinesischen Modemarkt vertraut machen.

„Was die Anzahl an Exporteuren in der Modebranche betrifft, stehen wir noch ganz am Anfang, daran wollen wir arbeiten. Dabei liegt das Interesse der Chinesen in erster Linie auf Produkten aus Europa und Nord-Amerika. Hier müssen wir mit unseren Produkten dazwischen kommen und die Gelegenheit nutzen, unseren Stil von Leben zu zeigen, eine andere Richtung. Wir sind bekannt für Qualität, unser Image in China ist sehr positiv“, sagt Ricardo Santana, Geschäftsführer der brasilianischen Agentur für Export und Investitionsförderung (Apex).

Neben der Agentur zur Förderung von Exporten waren an der Reise nach Shanghai auch der brasilianische Verband der Fashion Designer (Abest), der brasilianische Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie (Abit) und der brasilianische Verband der Schuhhersteller (Abicalçados) beteiligt. Während der Reise wurde den Unternehmen der chinesische Markt mittels Präsentationen näher gebracht sowie organisierte Besuche bei wichtigen Modegeschäften.

Die Modedesignerin Cecília Prado aus Minas, die ein Modelabel mit ihrem Namen führt, exportiert bereits nach China. Von ihrer Herstellung an Frauenbekleidung, insbesondere Strick und Bikinis, sind rund 80 Prozent für den Export bestimmt. Auf China entfällt dabei derzeit nur ein Anteil von zehn Prozent. Deshalb will Prado ihren Anteil am chinesischen Markt vergrößern. „Die Reise wird mir dabei helfen, den chinesischen Markt besser zu verstehen“, sagte sie im Vorfeld der Reise. (ls)