Bis zum 19. April findet in Rio de Janeiro die Modemesse statt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jennifer Jackson
Bis zum 19. April findet in Rio de Janeiro die Modemesse statt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jennifer Jackson

Bis zum 19. April findet in Rio de Janeiro die Modemesse statt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jennifer Jackson

Die Exporte von Mode sind im Bundesstaat Rio de Janeiro in den letzten zehn Jahren um 31 Prozent angestiegen. Dies ging aus einem Bericht hervor, der gestern (16.04.) von Vertretern der Bekleidungsindustrie im Rahmen der Modemesse Fashion Rio Primavera/Verão 2014 in Rio de Janeiro vorgestellt wurde. Im Jahr 2003 wurde Kleidung im Wert von 17 Millionen US-Dollar (rund 12,97 Millionen Euro) exportiert, im letzten Jahr betrug der Wert bereits 22 Millionen US-Dollar (rund 16,7 Millionen Euro).

Claudia Teixeira dos Santos, Spezialistin für Außenhandel des Internationalen Handelszentrums (Centro Internacional de Negócios, kurz: CIN) erklärte, dass es sich bei Rio de Janeiro in Sachen Modeindustrie um einen Ausnahmefall im Vergleich zum übrigen Brasilien handele. Rio sei die einzige Stadt, in der es einen Anstieg der Exporte gegeben habe, sagte sie, Kreativität und Design seien zwei Charakteristika durch welche die Mode Rios hervorstechen würde.

Tatsächlich sind die Exporte von Bekleidung in den ehemals führenden Bundesstaaten Santa Catarina und São Paulo um 60 bzw. 42 Prozent gesunken.

Auch die Zielländer der brasilianischen Modeexporte haben sich in den letzten zehn Jahren verändert. Teixeira dos Santos berichtet, dass im Jahr 2003 rund 63 Prozent aller Exporte der Bekleidungsindustrie in die USA gesendet wurden. Die USA verliere jedoch zusehends an Bedeutsamkeit. Vor allem Frankreich und Japan importierten immer häufiger brasilianische Mode.

Die Modeindustrie stellt auch außerhalb Rio de Janeiros eine wichtige Industrie dar. Nach Informationen des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) arbeiten rund 1,5 Millionen Personen in diesem Industriezweig. (sg)