Monsanto nimmt Abschied vom Zuckerrohrgeschäft in Brasilien. / Copyright: Wikimedia Commons, Friviere SMARTEST CONSULTANTS

Das US-Unternehmen Monsanto zieht sich vom brasilianischen Zuckerrohrmarkt zurück. Das weltweit größte Unternehmen für Saatgut und Herbizide, das in Brasilien unter der Marke CanaVialis operiert, kündigte an, sich stärker auf seine Kerngeschäfte konzentrieren zu wollen.

„Die Schließung des Unternehmenteils folgt der Entscheidung, uns auf den Handel mit Samen, dem Anbau und digitaler Landwirtschaft zu fokussieren, wo wir in 2015 in Brasilien 150 Millionen US-Dollar investieren“, so Rodrigo Santos, Präsident von Monsanto Brasilen.

Laut Santos verfolgten die Investitionen in das Zuckerrohrsegment ursprünglich das Ziel, sich in verschiedenen Stellen der Bioenergie-Kette zu plazieren, berichtet die Zeitung Valor Econômico. „Jedoch haben sich die globalen Märkte für Energie und Bioenergie zuletzt verändert“, so der Monsanto-Präsident. Dies mache das Geschäft unrentabel. Demzufolge müsse man die Möglichkeiten der anderen Pflanzenkulturen weiter ausnutzen.

Von der Schließung seien Presseberichten zufolge rund 150 Angestellte betroffen. Diese wolle Monsanto in ihren anderen Segmenten unterbringen. Im Falle von Entlassungen würden besondere Entschädigungen geleistet.

Monsanto kündigte ebenso an, zunehmend mit öffentlichen Forschungseinrichtungen zusammen arbeiten zu wollen, um mögliche Technologietransfers zu diskutieren. Ziel sei es, das über Zuckerrohr gewonnene Wissen weiterhin nutzbar zu machen. (ms)

Quelle: Valor Econômico