Entwicklungsminister Armando Monteiro zeigt sich zuversichtlich gegenüber dem Vertrag zwischen Mercosul und EU. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel Armando Monteiro hat sich zu einer konkreten Prognose über das Abkommen zwischen dem Mercosul und der Europäischen Union bewegen lassen. Demnach soll der Vertrag ab 2017 in Kraft treten. Monteiro bestätigte, dass sich beide Seiten bis zum Ende dieses Jahres zusammensetzen werden, um Angebote auszutauschen. Die europäischen Minister werden sich am 27. November treffen, um gemeinsame Vorschläge an den Mercosul zu formulieren.

Nach Ansicht des Ministers ist das Abkommen, über das seit 1999 verhandelt wird, bereits soweit ausgereift, um bald in die Praxis umgesetzt zu werden. Der Vorschlag des Mercosul würde dabei 90 Prozent der in der Region produzierten Güter umfassen, inklusive Industriegütern und Dienstleistungen.

„Brasilien will in einem neuen Moment der Weltwirtschaft präsent sein. Dabei dürfen wir aber keine Verhandlungsstufen überspringen. Es sind nicht nur die Regierungen, die den Prozess führen, auch der Privatsektor muss hinter dem Abkommen stehen“, so Monteiro. Die Wahlen in Argentinien hätten dabei keine Nachteile für das Abkommen, im Gegenteil. „Ich gehe davon aus, dass beide Seiten dem Vertrag äußerst gewogen gegenüber stehen.“ (ls)

Quelle: Valor Econômico