Bildungsminister Aloizio Mercadante über die Genehmigung der MP zur Alphabetisierung von Kinder bis zu acht Jahren / Copyright: Agência Brasil
Bildungsminister Aloizio Mercadante über die Genehmigung der MP zur Alphabetisierung von Kindern bis zu acht Jahren / Copyright: Agência Brasil

Bildungsminister Aloizio Mercadante über die Genehmigung der MP zur Alphabetisierung von Kindern bis zu acht Jahren / Copyright: Agência Brasil

Gestern (26.02.) wurde die Provisorische Maßnahme 586 (MP) seitens des Abgeordnetenhauses genehmigt, durch die die Alphabetisierung von Kindern bis zu acht Jahren in öffentlichen Schulen gefördert wird. Technische und finanzielle Unterstützung wird von der brasilianischen Regierung im Rahmen des Alphabetisierungsprogramms Pacto Nacional pela Alfabetização na Idade Certa ermöglicht. Nun wird die MP im Senat zur Diskussion gestellt und auf Genehmigung gewartet.

Laut Text der Provisorischen Maßnahme kämen die Finanzen seitens des Nationalen Fonds für Entwicklung im Bildungswesen FNDE (Fundo Nacional de Desenvolvimento da Educação) und werden für die Weiterbildung von Lehrern eingesetzt. Des Weiteren seien Gelder unter anderem zur Erteilung von Stipendien für Lehrer vorgesehen sowie für die Entwicklung von didaktischem und pädagogischem Material. Bis 2014 sollen drei Milliarden Reais (ca. 1,15 Milliarden Euro) in das Programm investiert werden.

Die Zielsetzung, die Alphabetisierung von Kinder bis zu acht Jahren zu vereinheitlichen, sei eine der Hauptherausforderungen der brasilianischen Bildung, so der Bildungsminister Aloizio Mercadante. Der Zuspruch des Abgeordnetenhauses sei besonders wichtig gewesen, da sich zuvor alle Bundesstaaten und 90 Prozent der Gemeinden bereiterklärt haben, am Programm teilzunehmen.

Laut Angaben des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik IBGE (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) gäbe es die größte Analphabetenrate im Norden des Landes (27,3 Prozent), gefolgt vom Nordosten (25,4 Prozent), vom mittleren Westen (neun Prozent), vom Südosten (7,8 Prozent) und vom Süden (5,6 Prozent). (ds)