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Müllmänner streiken für einen höheren Lohn. / Copyright: Agência Brasil

Müllmänner streiken für einen höheren Lohn. / Copyright: Agência Brasil

Drei Tage dauert der Streik der Müllarbeiter im Bundesstaat São Paulo um eine Lohnerhöhung bereits, nun haben sich die 130 betroffenen Gemeinden nach Alternativen umgeschaut, um die Arbeit aufrecht zu erhalten. Die Gewerkschaft der städtischen Unternehmen von São Paulo (Setur), die die Dienstleister vertritt, erklärte, dass die Bewegung mehr Unterstützer in den großen Städten hat, vor allem im Bezirk „Grande ABC“.Der Verband der Mitarbeiter in Services, Reinigung und Umweltschutz, in der Stadt und im Grünen des Bundesstaates São Paulo (Femaco) schloss zuletzt 30.000 Müllmänner zum Streik zusammen.

Aus einigen Gemeinden berichten die Stadtverwaltungen, dass die Streikenden die Mitarbeiter im Notdienst belästigt hätten. In Santo André, Region „Grande ABC“, beispielsweise haben die Müllsammler an diesem Tag die Mülldeponie der Stadt unter Polizeiaufsicht verlassen. Doch, wie der städtische Reinigungsservice (Semasa) berichtet, sind die Arbeiter wieder zurückgekehrt ohne ihre Arbeit zu verrichten, da die Polizisten sie nicht die ganze Zeit festhalten konnten.

Zudem sagte der Semasa, dass noch 49 Mitarbeiter die Müllsammlung machen würden, vor allem in den Straßen mit freien Märkten. Die Gemeindeverwaltung von São Caetano geht nach einem ähnlichen Muster vor. Die Verwaltung der Stadt, die auch zur Region Grande ABC gehört, kann allerdings den normalen Betrieb nicht aufrechterhalten.

In Mauá in der Metropolregion der Hauptstadt berichtet die Verwaltung ebenfalls von Übergriffen der Streikenden auf den Notfalldienst. Allerdings wurde das Problem nicht mit Polizeihilfe gelöst. Laut der Verwaltung haben die Streikenden den Eingang der Mülldeponie mit Lastwagen blockiert. (ls)

Quelle: Agência Brasil