Die Lehrer hatten unter anderem für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert / Copyright: Agência Brasil
Die Lehrer hatten unter anderem für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert / Copyright: Agência Brasil

Die Lehrer hatten unter anderem für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert / Copyright: Agência Brasil

Fast drei Monate nach Beginn der Streikwelle der Lehrkräfte im Bundesstaat Rio de Janeiro, haben die Schulen gestern (29.10.) ihren Unterricht wieder aufgenommen. Die Staatliche Gewerkschaft für Lehrkräfte (Sindicato Estadual dos Profissionais de Educação, kurzSepe) gab an, dass seit Beginn des Streiks am 8. August rund 70 bis 80 Prozent des Unterrichts in über 1.000 Schulen in Rio de Janeiro ausgefallen seien. Damit waren rund 654.000 Schüler fast drei Monate ohne Unterricht.

Viele Eltern beschwerten sich in Zeiten des Streiks und kritisierten die Unzuverlässigkeit des Lehrpersonals und die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Ein Großteil der Eltern hatte Probleme während der Arbeitszeit Betreuung für die Kinder zu organisieren.

Nun, da der Unterricht wieder aufgenommen wurde, sollen die Schultage verlängert werden damit möglichst viel Lehrstoff nachgeholt werden kann. Waren die Schulzeiten zuvor von sieben Uhr morgens bis zwölf Uhr mittags, so wurde der Unterricht in vielen Schulen auf 16 Uhr ausgedehnt. Die Verlängerung sei nötig, um am Ende des Schuljahres trotz des langen Unterrichtsausfalls, Noten geben zu können.

Das Lokale Staatssekretariat für Bildung (Secretaria Municipal de Educação, kurz: SME) erklärte jedoch, dass jede Schule allein dafür verantwortlich sei, wie und ob Unterricht nachgeholt werde. Möglich sei auch der Unterricht an Samstagen oder in den Ferien im Januar 2014. (sg)