Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten der Präsidentin, verteidigt die Fortschritte Brasiliens / Copyright: Agência Brasil
Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten der Präsidentin, verteidigt die Fortschritte Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten der Präsidentin, verteidigt die Fortschritte Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Gestern wurde vom brasilianischen Institut für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada ) veröffentlicht, dass die Anzahl von in Armut lebenden Menschen in Brasilien das erste Mal in zehn Jahren gestiegen sei, um 3,68 Prozent. Die Daten beziehen sich auf 2013. Der Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten der Präsidentin, Marcelo Neri, äußerte sich infolgedessen zu diesen Zahlen und kritisierte die Ergebnisse, da sie nicht global betrachtet wurden, sondern sich nur auf das vergangene Jahr beziehen würden.

„Wenn man die Daten zur extremen Armut der letzten zwei Jahre nimmt, dann gab es einen Rückgang von 50 Prozent über den Millenniumszielen der UN. Man hat aber nur die Menschen innerhalb eines Jahres in Betracht gezogen. Was wirklich passiert ist, ist ein Anstieg der Einkommen um 5,5 Prozent pro Jahr. Und wir haben eine Instabilität bei einigen Indikatoren, aber im Allgemeinen haben wir große Fortschritte gemacht“, so kommentierte Neri.

Des Weiteren wären die beiden letzten Forschungsergebnisse über Haushaltsstichproben PNAD (Pesquisa Nacional de Amostra por Domicílios) sehr gut ausgefallen. Die Einkommen der Kategorie der fünf Prozent ärmsten Bevölkerung, welche sich genau auf die extrem Ärmsten beziehe, seien im Jahr 2012 real (über der Inflation) um 20 Prozent pro Kopf gestiegen. Wenn man im Folgejahr die letzten zwei Jahre betrachtet, kam es zu einem Anstieg von 4,2 Prozent, was weit unter den 20 Prozent läge, sich aber immer noch über den Millenniumszielen befände. (ds)