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Neue Eisenbahnstrecke für die Häfen Rio de Janeiros / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, S. Terfloth

Neue Projekte in den Bereichen Bergbau, Erdöl und allgemeine Fracht sollen Rio de Janeiro auf dem Ranking der wichtigsten Häfen Brasiliens auf den ersten Platz befördern. Für dieses Vorhaben soll eine neue Eisenbahnstrecke geschaffen werden, um die einzelnen Hafenterminals des Bundesstaates Rio de Janeiro zu verbinden. Dafür sollen 1.650 Milliarden Reais (ca. 679,7 Milliarden Euro) investiert werden, finanziert aus Mitteln des Bundesstaates Rio de Janeiro, des Bundes und verschiedener Unternehmen.

Rio de Janeiro wird somit seine Stellung als größter Hafenkomplex Brasiliens stärken. Das neue Eisenbahnstreckennetz wird die Häfen von Açu, Barra do Furado und den Comperj-Komplex Rio de Janeiros (Complexo Petroquímico do Rio de Janeiro, kurz:  Comperj), den Hafen von Rio de Janeiro und die Terminals von Itaguaí miteinander verbinden, so Júlio Lopes, Staatssekretär für Transportwesen.

Geleitet wird das Projekt von der Nationalen Agentur für Landtransporte (Agência Nacional de Transportes Terrestres, kurz: ANTT). Die staatseigene Firma Valec wird für den Bau verantwortlich sein. Finanzielle Unterstützung geben Unternehmen wie Petrobras, EBX, Vale, Ferrovia Centro-Atlântica und MRS Logística.

Comperj ist eines der größten petrochemischen Projekte des brasilianischen Erdölunternehmens Petrobras. Die beste Möglichkeit, den Komplex mit anderen Firmen zu verbinden und somit auch mit den Hauptkonsumenten Brasiliens in São Paulo sei mittels Zugverkehr, so Lopes.

Die Eisenbahnstrecke wird EF-354 heißen und 350 Kilometer umfassen.

Außer der neuen Strecke möchte der Bundesstaat den Hafen von Rio de Janeiro ausbauen. Laut Júlio Bueno, Sekretär für wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Industrie und Serviceleistungen in Rio de Janeiro, sollen eine Milliarde Reais (rund 0,4 Milliarden Euro) in die Bauvorhaben investiert werden. Der Hafen wird die zweitgrößte Offshorebasis der Petrobras sein. Heute operiere der Hafen nur mit der Hälfte seiner Kapazitäten, so Bueno. (ds)