Energieminister Eduardo Braga will bis 2018 ein robustes Energiesystem in Brasilien aufbauen. / Copyright: Agência Brasil

Das neue Investitionsprogramm für Energie (Piee) sieht Gelder in Höhe von 186 Milliarden Reais für Projekte im Zeitraum September 2015 bis Ende 2018 vor. Dabei sollen 116 Milliarden Reais in Projekte zur Energieerzeugung fließen und 70 Milliarden Reais in den Aufbau von Versorgungsnetzen. Die neu geplanten Investitionen schließen sich an das Investitionspaket von 114 Milliarden Reais an, laut der brasilianischen Regierung, die bereits in Projekten umgesetzt würden.

In den kommenden dreieinhalb Jahren sollen laut Plan 25.000 bis 31.500 Megawatt (MW) an neuen Kraktwerken installiert werden und 37.600 neue Versorgungsstrecken, wie die brasilianische Zeitung Valor Econômico schreibt. Dabei sollen Wasserkraftwerke für 11.000 Megawatt sorgen – die geplanten Werke São Luiz do Tapajós und de Jatabá am Fluss Tapajós sollen in Zukunft zusammen 10.378 Megawatt ausmachen. Noch gibt es allerdings keine konkreten Daten für den Beginn der Bauarbeiten. Windkraftwerke sollen um 4.000 bis 6.000 Megawatt zulegen.

Solarkraft, die in der Energiematrix noch kaum eine Rolle spielt, soll für zusätzliche 3.500 bis 4.500 Megawatt sorgen, Biomasse-Anlagen für 2.500 bis 3.500 Megawatt. „Wir werden in 2018 ankommen mit einem robusteren und wettbewerbsfähigeren System gegenüber dem internationalen Markt“, so der Minister für Energie und Bergbau, Eduardo Braga. Er weist zudem auf die Verantwortung der Regierung hin, gegen die Regenwaldabholzung vorzugehen und sich den Klimaveränderungen anzunehmen. „Unsere Herausforderung sind die erneuerbaren Energien.“ (ls)

Quelle: Valor Econômico