Brasiliens Währungsrat schafft neue Rahmenbedingungen, um der steigenden Nachfrage nach Ethanol-Kraftstoff nachzukommen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mette Nielsen
Brasiliens Währungsrat schafft neue Rahmenbedingungen, um der steigenden Nachfrage nach Ethanol-Kraftstoff nachzukommen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mette Nielsen

Brasiliens Währungsrat schafft neue Rahmenbedingungen, um der steigenden Nachfrage nach Ethanol-Kraftstoff nachzukommen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mette Nielsen

Der nationale Währungsrat Brasiliens (CMN) hat am vergangenen Donnerstag (27. März) die Konditionen der Regierungspolitik für den Sektor Zuckerrohr in 2014 festgelegt. Eine der Regeln befasst sich zum Beispiel mit der Lagerung von Ethanol-Kraftstoff. Die Leitlinie, die für Mühlen, Brennereien, Genossenschaften, Ethanol-Verkäufer und Kraftstoffhändler geschlossen werden kann, sieht ein Budget von zwei Milliarden Reais vor. Ziel ist es, das Angebot von Ethanol-Kraftstoff zu stärken und die Preisvolatilität des Produktes zu bekämpfen. Im vergangenen Jahr stimmte der CMN zu, einen Kredit mit dem gleichen Ziel freizugeben. Hierbei wird die Verbindlichkeit über die „Taxa de Juros e Longe Prazo“ (TJLP), übersetzt etwa die „Rate für Zinsen und lange Laufzeiten“ berichtigt, zuzüglich 2,7 Prozentpunkte pro Jahr. Die Zahlung soll über drei Monatsraten mit Beginn des kommenden Mai geleistet werden.

Eine Beantragung der Finanzierung soll vom 1. Mai bis zum 30. November möglich sein, in den Regionen des Südens, Südostens und Zentral-Ost, in den Staaten Ceará, Maranhão, Pará, Piauí und Tocantins sowie in den bahianischen Gemeinden Juazeiro und Medeiros Neto. Vom 1. Februar bis 28. Februar 2015 wird das Anrecht auf die Finanzierung außerdem Alagoas, Paraíba, Pernambuco, Rio Grande do Norte und weiteren Städten in Bahia eingeräumt.

Des Weiteren veröffentlichte der CMN die Bestimmungen für das Programm zur Unterstützung für die Erneuerung und Erschließung von Zuckerrohrplantagen. Das Programm, das es in der Version für Kleinbauern und für die Industrie gibt, verfügt über Mittel der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES und stellt die Finanzierung für die Erneuerung der alten Plantagen sowie die Erweiterung der Anbauflächen zu Verfügung.

Die Fassung des Programms für die kleinbäuerliche Produktion ist auf Erzeuger und Genossenschaften ausgerichtet, während die Industrie-Version die die Mühlen und Brennereien adressiert. Nach Angaben der Regierung ist das Ziel, „auf die wachsende Nachfrage nach Ethanolkraftstoff zu reagieren“. Aufgrund der Dürre, von der viele Plantagen betroffen waren, brauchen sie nun Erholung.

Die Finanzierung des Programms wird ebenfalls über die TJLP geregelt zuzüglich 2,7 Prozentpunkte pro Jahr. Die Kreditlaufzeit beträgt bis zu 72 Monate, mit der Möglichkeit einer Aussetzung von 18 Monaten. Die Mittel für Kredite summieren sich auf drei Milliarden Reais, wobei 300 Millionen Reais für die kleinbäuerliche Produktion und Genossenschaften bestimmt sind und 2,7 Milliarden Reais für die Industrie. (ls)