Logo des Brasilianischen Verbandes zur Unterstützung von Mikro- und Kleiunternehmen SEBRAE / Copyright: SEBRAE

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Die neuen Regelungen für das Steuervereinfachungsprogramm Supersimples seien fundamental, um weitere Arbeitsplätze in Brasilien zu schaffen, so stellte Bruno Quick, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur Unterstützung von Mikro- und Kleinunternehmen Brasiliens (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas, kurz: SEBRAE), fest. Laut seiner Angaben sind im Jahr 2010 80 Prozent der Arbeitsplätze durch Kleinunternehmen entstanden.

Quick bemerkte, dass die Mikro- und Kleinunternehmen 2011 bereits die Schaffung von zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen überschritten haben. Eines der wichtigsten Punkte der neuen Regelungen des Supersimples sei die intensivere Unterstützung der Kleinunternehmer (mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 5.000 Reais, rund 2.078 Euro).

Pro Monat würden mehr als 100.000 neue Firmen entstehen. Die Herausforderung des SEBRAE läge darin, das Wachstum der neuen Unternehmer zu begleiten, so Quick. 87 Prozent dieser Firmen arbeiten bereits daran, den Status Mikrounternehmen zu erlangen.

Das Registrieren eines Kleinunternehmers sei ein einfacher Prozess. Dazu müsse der Unternehmer nur im entsprechenden Portal seine Daten eingeben, er erhalte seine Steuernummer sofort und kurze Zeit später bekomme er bereits den jeweiligen Steuerrahmen präsentiert (der sich nach dem Mindestlohn richtet).

Laut Quick würden fast 40 Prozent der Unternehmer ihre Firmen über das Internet eröffnen, weitere 40 Prozent wenden sich an den SEBRAE und 20 Prozent an Buchhalter. Für den Unternehmer entstehen bei allen diesen Möglichkeiten keinerlei Kosten.

Durch das neue Gesetz wird das maximale Jahreseinkommen für Mikrounternehmen von 240.000 Reais (ca. 99.800 Euro) auf 360.000 Reais (rund 149.700 Euro) und für Kleinunternehmen von 2,4 Millionen Reais (ca. 0,9 Millionen Euro) auf 3,6 Millionen Reais (rund 1,5 Millionen Euro) heraufgesetzt, um unter das Supersimples-Gesetz zu fallen. Bei Kleinunternehmen steigt der Satz von 36.000 Reais (14.900 Euro) auf 60.000 Reais (24.000 Euro) jährlich an.

Des Weiteren wurde der Rahmen für Exportfirmen auf 7,2 Millionen Reais festgelegt. So können die Verkäufe auf dem Exportmarkt den gleichen Wert wie auf dem Binnenmarkt erreichen. (ds)