Alzheimer-Fibrille in der HE-Färbung / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Patho
Alzheimer-Fibrille in der HE-Färbung / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Patho

Alzheimer-Fibrille in der HE-Färbung. / Copyright: Wikimedia Commons, Patho

Am Mittwoch (12.11.) sind neue und vielversprechende Perspektiven bezüglich der Behandlung von Alzheimer während des ersten Treffens über das Altern und neurodegenerative Erkrankungen an der katholischen Universität von Rio de Janeiro PUC-Rio (Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro) präsentiert worden.

In einer Studie entdeckten Forscher eine organische Verbindung, die das Fortschreiten der Krankheit abbremsen kann. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Chemiefakultät des wissenschaftlich-technischen Zentrums der PUC-Rio und dem Institut für molekulare und zelluläre Biologie von Rosario (Argentinien) durchgeführt.

Einer der Koordinatoren der Studie, Nicolás A. Rey, erläuterte, dass die Tests bestätigten, dass die Hydrazonverbindung bei der Bindung von Biometallen wie Zink, Kupfer und Eisen des Beta-Amyloiden wirksam sind, einem Protein, das bei einem Großteil von Alzheimerpatienten gefunden wird. „Die Metalle, die sich im Beta-Amyloid ansammeln, produzieren freie Radikale, die die Nervenzellen selbst angreifen“, so Rey. Die Cluster der Beta-Amyloide können die Synapsen zwischen den Zellen blockieren, welches der erste Schritt für die Reihe von Ereignissen ist, die zum neuronalen Verlust und zu den Symptomen der Krankheit führen.

Die Testreihen an Tieren hätten laut Rey zu sehr positiven Ergebnissen geführt. Nun folgt eine weitere Testreihe innerhalb der nächsten 1,5 Jahren, in der das Team Partner für pharmazeutische Tests sucht, um schließlich wirksame Medikamente gegen die Krankheit zu entwickeln. (ds)