Am Flughafen Santos Dumont wird nun eine neue Technologie für den Landevorgang eingesetzt / Copyright: Agência Brasil
Am Flughafen Santos Dumont wird nun eine neue Technologie für den Landevorgang eingesetzt / Copyright: Agência Brasil

Am Flughafen Santos Dumont wird nun eine neue Technologie für den Landevorgang eingesetzt / Copyright: Agência Brasil

Ab Dezember kommt am Flughafens Santos Dumont in Rio de Janeiro eine neue Technologie für den Landevorgang von Flugzeugen zum Einsatz. Damit verkürzt sich die Landezeit der Maschinen um ca. zehn Minuten. Das sei einer der Vorteile der Technologie, so teilte gestern (28.11.) der Minister Moreira Franco des Sekretariats für Flugwesen SAC (Secretaria de Aviação Civil) mit. Des Weiteren werde ein besserer Zugang zu Taxis geschaffen sowie neue Buslinien mit Zugang zu Metrostationen zur Verfügung gestellt.

Die neue Technologie für den Landevorgang wurde bereits seit Mai dieses Jahres getestet und wird ab zweiten Dezember im Einsatz sein. Die Landephase stellte am Flughafen besonders bei schlechten Wetterbedingungen wie Nebel und starken Regenfällen Probleme dar. Mit einer kürzeren Landebahn verkürzt sich damit auch die wetterbedingte Schließzeit des Flughafens von 48 Stunden um vier Stunden jährlich. Ein weiterer Vorteil sei die Einsparung von Kraftstoff für die Flugzeugmaschinen, was gleichzeitig der Umwelt zugutekomme. Kürzere Landephasen bedeuten auch geringeren Geräuschpegel für die in der Nachbarschaft gelegenen Wohngebiete. Zu guter Letzt könne durch die Kosteneinsparungen auf die längerfristige Erhöhung von Flugpreisen verzichtet werden.

Die Technologie geht auf das Required Navigation Performance-Konzept (RNP) zurück. Durch das System wird mittels GPS ein einziges Signal versendet, das von den Flugzeugen verfolgt wird und was den Landevorgang erleichtert. Laut Angaben des brasilianischen Luftfahrtverbandes (Associação Brasileira de Empresas Aéreas) müssten nun auch weitere Unternehmen das GPS einsetzen und ihre Piloten weiterbilden. (ds)