Weitere sieben neue Transportstrecken sollen für 6,2 Milliarden Reais entstehen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Fioreze
Weitere sieben neue Transportstrecken sollen für 6,2 Milliarden Reais entstehen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Fioreze

Weitere sieben neue Transportstrecken sollen für 6,2 Milliarden Reais entstehen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Fioreze

Brasilien hat über den Norden einen neuen Weg gefunden, seinen Soja abzusetzen. Die Route, die sowohl über die Autobahn, als auch den Seeweg führt, soll den Transportweg verkürzen, die Kosten für den Schiffstransport und den Stau in den Häfen des Südostens, die regelmäßig beim Einladen des wichtigsten Exportprodukts Brasiliens entstehen.

Der erste Stützpunkt im neuen Exportmodell wird am heutigen Tag vom Unternehmen Bunge in der Industriestadt Barcarena im Bundesstaat Pará eingeweiht. Von hier wird das Soja zukünftig in Containerschiffen vom Typ PanMax mit einer Ladekapazität von 65.000 Tonnen nach Europa und Asien gebracht.

Der größte Anteil der Exportmenge von Soja stammt aus dem Norden des Bundesstaates Mato Grosso, der gleichzeitig größter Sojaproduzent im Land ist. Von hier gelangt die Fracht zu einem Umschlagpunkt in Miritituba im Osten von Pará, wo die Ladung in spezielle Transportboxen umgeladen wird, damit sie über den Fluss Tapajós zum Terminal in Barcarena gebracht werden kann.

Weitere sieben Transportstrecken zwischen Miritituba und Barcarena sind in Planung und sollen 6,2 Milliarden Reais kosten. An den Investitionen beteiligen sich zu einem großen Teil zum Beispiel das US-amerikanische Unternehmen ADM und das brasilianische Logistikunternehmen Hidrovias. In die bereits fertiggestellte Strecke investierte Bunge rund 700 Millionen Reais in Partnerschaft mit der Amaggi-Gruppe – beide Unternehmen gründeten für das Projekt das Joint Venture Unitapajós.

Das neue Terminal „Terfron“ soll in diesem Jahr noch zwei Millionen Tonnen Soja exportieren, im kommenden Jahr soll die Menge bereits verdoppelt werden. (ls)