Das Amazonasgebiet soll mit zwölf EMS-Wetterstationen ausgestattet werden / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Das Amazonasgebiet soll mit zwölf EMS-Wetterstationen ausgestattet werden / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Das brasilianische Schutzzentrum des Amazonas (Centro Gestor e Operacional do Sistema de Proteção da Amazônia, kurz: CENSIPAM) hat in der zweiten Septemberhälfte mit dem Einrichten neuer Wetterstationen (Estações meteorológicas de Superfície) im Amazonasgebiet Roraima begonnen. Auch die Gemeinden Mucajaí, Caracaraí und Pacaraima (der Osten des Amazonas‘) sollen zu diesen Zwecken begutachtet werden. Mit dem Westen des Amazonas‘ werden die Regionen ab Oktober mit insgesamt zwölf neuen Wetterstationen ausgestattet.

Die Anlagen sammeln meteorologische Daten wie die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck mittels Sensoren. Laut Ricardo Dallarosa, Leiter der Abteilung für Meteorologie des CENSIPAM in Manaus, würden die gesammelten Daten an Forschungszentren weitergeleitet werden, die diese auswerten. Hierbei ginge die Verwendung der Daten über herkömmliche Zwecke wie die Wettervorhersage heraus.

Weitere mögliche Installationsorte sollen durch das CENSIPAM aufgespürt werden. Dabei berücksichtige man die Orte, die bereits mit Wetteranlagen ausgestattet sind, sodass das Netz dichter wird und auch Regionen hinzukommen, über die es noch keinerlei Daten gibt.

Ziel sei es, neben den lokalen Wettervoraussagen, die Beschreibung der Oberflächenstrukturen der Standorte zu verbessern. Laut Dallarosa würden die Anlagen im Amazonasgebiet installiert werden, da die Daten nicht nur Brasilien, sondern auch der ganzen Welt dienen würden, um Informationen globaler Wettervorhersage-Systeme zu vervollständigen. (ds)