Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den neuen Bildungsplan, der kürlich genehmigt wurde / Copyright: Agência Brasil
Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den neuen Bildungsplan, der kürzlich genehmigt wurde / Copyright: Agência Brasil

Der Bildungsminister Henrique Paim spricht über den neuen Bildungsplan, der kürzlich genehmigt wurde. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bildungsminister Henrique Paim hat am vergangenen Donnerstag (29.05.) die einstimmige Zustimmung des Abgeordnetenhauses zum neuen Nationalen Bildungsplans PNE (Plano Nacional de Educação) gefeiert, denn das Land hatte bereits einige Zeit auf die Zusage gewartet. Durch den Plan erfolgt eine Aufstellung neuer Strategien zur Verbesserung des Bildungswesens. Zum ersten Mal soll nicht der Zugang zur Grund- und weiterführenden Bildung im Mittelpunkt stehen, sondern die Qualität.

Durch den Bildungsplan werden 20 Ziele aufgestellt, die in den kommenden zehn Jahren erreicht werden sollen. Darunter befinden sich die Bekämpfung des Analphabetismus, die Erhöhung der Kindergartenplätze sowie der Plätze im mittleren Bildungsweg, Berufsweg und an öffentlichen Universitäten, die Vereinheitlichung der Schulbetreuung für Kinder zwischen vier und fünf Jahren und das Angebot von Vollzeitunterricht für mindestens 25 Prozent in der Grundbildung. Im Plan sind Investitionen in Höhe von zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes vorgesehen. Derzeit werden nur 5,3 Prozent investiert.

„Die Ziele stellen den brasilianischen Staat vor große Herausforderungen, das betrifft zum Beispiel den Zugang zur Bildung von Kindern und die Verbesserung des mittleren Bildungsweges, die Ausbildung und Wertschätzung von Lehrern und die Erweiterung der Berufsbildung“, so kommentierte Paim. Dabei sei vor allem die Ausbildung von Lehrkräften ein Knotenpunkt der Bildung, an der stark gearbeitet werden müsse. (ds)