Der neue Sportminister Brasiliens, Aldo Rebelo / Copyright: Agência Brasil

Der neue Sportminister Brasiliens, Aldo Rebelo, verteidigt im Palast der Hochebene seine Sicht auf NROs / Copyright: Agência Brasil

Der neue Sportminister Brasiliens, Aldo Rebelo, teilte gestern (31.10.) nach seinem Amtsantritt im Palast der brasilianischen Präsidentin, dem sogenannten Palast der Hochebene mit, dass er der Maßgabe der Regierung folgen werde, die Verträge mit Regierungsorganisationen auf den Prüfstand zu stellen. Er stellte aber deutlich heraus, dass er kein Gegner von Nichtregierungsorganisationen (NROs) sei. Vermutlich sei er diesbezüglich zuvor nicht korrekt interpretiert worden.

„Die wichtigste Sache, die klargestellt werden muss, ist dass das Ministerium und ich keine Gegner von NROs sind. Ich schätze die NROs und deren Arbeit sehr. Nur zählen sie rein vom Namen her eben zu Organisationen, die nicht der Regierung angehören“, so Rebelo.

Des Weiteren bekundete er, dass die Regierung es bevorzugen würde, Partnerschaften mit öffentlichen Einrichtungen einzugehen. Das würde aber nicht heißen, dass das Ministerium die Arbeit der NROs ablehne.

Nun sollen die Vorgaben der Präsidentin zur Prüfung der bestehenden Vereinbarungen mit NROs innerhalb einer Frist von 30 Tagen ausgeführt werden. Diese bestehen unter anderem darin, dass bereits unterzeichnete Verträge erfüllt werden sollen. Sollte man bestehende Abkommen nicht eingehen, könnte das ernsthafte gerichtliche Konsequenzen haben. Aus diesem Grund müsse man sich zuerst den bereits abgeschlossenen Verträgen widmen.

Das Ministerium werde zukünftig bei der Vergabe von Geldern öffentliche Einrichtungen beziehungsweise Institutionen, die keine Absichten zur Erzielung von Gewinnen haben, bevorzugen. Die Fälle werden im Einzelfall und im Detail durch Rebelo allerdings noch geprüft werden. (ds)