Dilma Rousseff verkündete gestern ein neues Investitionsprogramm für die brasilianischen Häfen / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff verkündete gestern ein neues Investitionsprogramm für die brasilianischen Häfen / Copyright: Agência Brasil

Der Reigen der Investitionsprogramme der brasilianischen Regierung wurde gestern (06.12.) mit einer Fortsetzung des Programms zum Hafenausbau fortgeführt. Die Präsidentin Dilma Rousseff selbst hat gestern zusammen mit Verantwortlichen und Unternehmern aus der Branche ein neues Programm verabschiedet, welches die Wettbewerbsfähigkeit von Brasiliens Häfen verbessern soll. Insgesamt wurde ein Investitionsvolumen von 56,8 Milliarden Reais (ca. 20,9 Milliarden Euro) beschlossen.

Führende Exportunternehmer waren von dem neuen Plan begeistert, denn die geplanten Investitionen werden die Kosten des Transports deutlich reduzieren. Bisher ist Brasilien im internationalen Vergleich relativ teuer, da beispielsweise ein großer Teil des Warenumschlags per LKW erfolgen muss. Auch die Liegezeiten in den Häfen sind durch die veraltete Technik entsprechend länger und dadurch wird der Transport anteilig teurer.

Ziel der gestern beschlossenen Maßnahmen sind auch die Schnittstellen zwischen dem Schienenverkehr und den Häfen deutlich zu verbessern. Zusammen mit dem bereits beschlossenen Ausbau des Schienennetzes ergibt sich mit dieser Maßnahme eine deutlich bessere zukünftige Anbindung der Häfen. Bisher werden viele der Container noch auf LKWs in die Regionen Brasiliens verteilt. Sollte es gelingen, auch nur Teile dieses Verkehrs auf die Schiene zu bekommen, so würde dies nicht nur umweltpolitisch einen Schritt in die richtige Richtung bedeuten, sondern auch für die brasilianische industrielle Produktion. Vielleicht ist die Zuversicht, die mancher Unternehmer gestern nach dem Treffen tatsächlich angebracht, denn dieses Investitionsprogramm hat das Potenzial, eine wichtige Lücke in der Infrastruktur Brasiliens zu schließen. (mas)