Ab 2014 erhalten Motoboys im Staat Sao Paulo laut Gesetz einen höheren Mindestlohn. Hier auf einer Deminstration im Februar 2013. / Copyright: Agência Brasil
Ab 2014 erhalten Motoboys im Staat Sao Paulo laut Gesetz einen höheren Mindestlohn. Hier auf einer Deminstration im Februar 2013. / Copyright: Agência Brasil

Ab 2014 erhalten Motoboys im Staat Sao Paulo laut Gesetz einen höheren Mindestlohn. Hier auf einer Demonstration im Februar 2013. / Copyright: Agência Brasil

Das Parlament des Bundesstaates São Paulo beschloss am gestrigen Dienstag (17.12.) einen neuen gesetzlichen Mindestlohn. Dieser steigt ab Jahresbeginn 2014 auf 810 Reais (etwa 250 Euro) und gilt für die Privatwirtschaft. Das Gesetzesprojekt sieht zwei Stufen von Lohnuntergrenzen für Arbeiter vor, deren Vertrag weder unter ein Bundesgesetz noch unter einen regionalen Tarifvertrag fallen.

Die erste Gehaltsgruppe betrifft Hausangestellte, Kurierdienstfahrer und Reinigungskräfte. Dies sind besonders die Arbeitnehmer, die kaum über eine gemeinsame Interessenvertretung und Tarifabschlüsse verfügen. Ihr Mindestlohn steigt von 755 Reais (circa 235 Euro) auf 810 Reais (etwa 250 Euro). Dies entspricht einer Lohnsteigerung von 7,3 Prozent. Die zweite Gehaltsgruppe fasst Angestellte aus Callcentern oder Schaffner im Busverkehr. Ihr Gehalt steigt von 765 Reais (etwa 238 Euro) auf 820 Reais (etwa 255 Euro) monatlich und damit um 7,2 Prozent.

Laut der Regierung von São Paulo würden im Bundesstaat rund sieben Millionen von den neuen Lohnuntergrenzen profitieren. Es wird gerechnet, dass in der Wirkung circa 400 Millionen Reais monatlich (rund 125 Millionen Euro) in die Wirtschaft zurückflössen, wie die Zeitung Folha de São Paulo in ihrer Ausgabe vom gestrigen Dienstag (17.12.) berichtet.

Das Landesparlament beschloss weiterhin die Anhebung der Lohnuntergrenze für Angestellte des Bundesstaates. Von dem Lohnzuwachs auf nunmehr mindestens 842 Reais (rund 262 Euro) seien laut dem Staatssekretär für Öffentliche Verwaltung, Davi Zaia, rund 60.000 Angestellte im positiven Sinne betroffen. (ms)