Logo des "Simples-Gesetzes" / Copyright: Brasilianisches Finanzministerium

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Zu den Erweiterungen des Gesetzes zur Steuervereinfachung, dem sogenannten Super Simples (auch Simples oder Simples Nacional) äußerte sich die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestern (15.08.) positiv darüber, dass durch diese Maßnahmen die Einnahmen von Kleinunternehmern erhöht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Rousseff teilte mit, dass es in Brasilien sieben Millionen Unternehmen gäbe, von denen 76% Kleinunternehmer seien, das entspräche zehn Millionen Arbeitsplätzen.

Um das Wirtschaftswachstum Brasiliens anzukurbeln, sei es wichtig, die kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Aus diesem Grund gäbe es die Änderungen im Bereich des Super Simples-Gesetzes. Eine andere Maßnahme sei die Unterstützung von Einzelunternehmen. Beides bringe die Reduzierung von Steuern und die Verringerung der Bürokratie mit sich.

Vor der Änderung durfte eine Firma jährliche Bruttoeinnahmen von maximal 2,4 Mio. R$ vorweisen, um das Super Simples-Gesetz zu beanspruchen. Jetzt wurde diese Grenze auf 3,6 Mio. R$ erhöht.

Auch für Kleinunternehmer, die viele Exporte durchführen, würde das neue Super Simples-Gesetz Vorteile haben, so Rousseff. Bei Firmen, bei denen die Hälfte der Einkünfte aus Exporten gewonnen wird, gilt die Umsatzgrenze von maximal 7,2 Mio. R$ jährlich, um zum Super Simples zu zählen.

Das Programm für Einzelunternehmer (Programa para o Microempreendador Individual, kurz: MEI) beinhaltet die Erhöhung des Jahressatzes von 36.000 R$ auf 60.000 R$. (ds)