Polícia Civil do Distrito Federal deflagrou a Operação Efígie, que contou com o apoio do Exército e da Receita Federal, e resultou na apreensão de cerca de 80 réplicas de armas de fogo (Wilson Dias/Agência Brasil)

Ein neues Waffengesetz soll den Besitz und Handel von Waffen in Brasilien erleichtern. Das Gesetz sieht eine bedeutende Lockerung beim Erwerb sowie die Verringerung des Mindestalters für den Besitz von Schusswaffen von bisher 25 auf 21 Jahren vor. Das von konservativen Abgeordneten eingebrachte Gesetzesvorhaben würde das Statut zur Entwaffnung, das 2003 unter breiter Zustimmung beschlossen wurde, maßgeblich aufweichen.

Über das Gesetz hatte am Mittwoch (21.10.) ein Sonderausschuss des Parlaments beraten. Nun soll das Vorhaben der Kammer zum Beschluss vorgelegt werden.

Dem neuen Gesetz nach würde die bisher geltende Regelung, nach der die Anschaffung einer besonderen Begründung bedarf, wegfallen, berichtet die Deutsche Welle Brasilien. Ebenso müssten die Waffenbesitzer nicht mehr wie bisher alle drei Jahre ihren Waffenschein erneuern. Die Erlaubnis wäre unbegrenzt gültig.

Während nach geltendem Recht Personen, gegen die polizeiliche Ermittlungen oder Verfahren laufen, über keine Waffe verfügen dürfen, will das zukünftige Gesetz es sogar Vorbestraften erlauben, legal Waffen zu kaufen.

Die Befürworter versprechen sich von den Flexibilisierungen mehr Sicherheit für die privaten Haushalte. Angesichts zunehmender Gewalt im Land müsse der Bürger das Recht haben, eine Waffe zu tragen und sich zu verteidigen, so der konservative Abgeordnete Laudivio Carvalho (PMDB).

Die Gegner des Gesetzesvorhabens verweisen derweil auf Untersuchungen sowie die Erfahrungen mit den liberalen Waffengesetzen in den USA, wonach die Liberalisierung nur zu einem Mehr an Tötungsdelikten durch Schusswaffengewalt führe. Wie die Deutsche Welle Brasilien unter Berufung auf das Justizministerium schreibt, sind im Jahr 2014 insgesamt 46.881 Morde verzeichnet worden. (ms)

Quelle: Deutsche Welle Brasilien