Laut Experten bringt das neue Hafengesetzt für Brasilien viele Möglichkeiten / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks
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Ricardo Portella Nunes, Vertreter des brasilianischen Rats für Infrastruktur des Industrieverbandes im Bundesstaat Rio Grande do Sul FIERGS (Conselho de Infraestrutura da Federação das Indústrias do Estado do Rio Grande do Sul) schätze kürzlich ein, dass Brasilien mit dem neuen Hafengesetz (Lei dos Portos) bereit wäre, die Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Produkte auf dem externen Markt weitgehend zu verbessern. Nunes ist der Meinung, dass der Bau von Hafenterminals durch private Initiativen Brasilien in Sachen Wettbewerbsfähigkeit enorm voranbringen werde.

Erst letzte Woche hatte die Präsidentin Dilma Rousseff eine Liste mit den ersten 50 privaten Hafenterminals bekanntgegeben, die bald entstehen. Die neuen Baumaßnahmen werden durch private Initiativen mit elf Milliarden Reais (ca. 3,7 Milliarden Euro) unterstützt.

Des Weiteren betonte Nunes, dass die 50 Terminals erst ein Anfang seien. Laut Experten werde der Bau dieser Einheiten die Konkurrenz zwischen den Terminals erhöhen und als Konsequenz daraus günstigere Tarife für den nationalen Export und Import mit sich bringen. Das bedeute auch, dass die Wirtschaft effektiver werde. „Wenn wir die Effizienz der Wirtschaft steigern, entstehen neue Arbeitsplätze und die Einkommen erhöhen sich.“

Auch der Industrieverband von São Paulo FIESP (Federação das Indústrias de São Paulo) teilt die Meinung des FIERGS. In den nächsten fünf Jahren würden 50 Milliarden Reais in die Häfen investiert werden, um der steigenden Nachfrage an den brasilianischen Häfen gerecht zu werden und gleichzeitig neue Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Laut Präsidenten des Industrieverbandes von Rio de Janeiro FIRJAN (Federação das Indústrias do Estado do Rio de Janeiro), Eduardo Eugenio Gouvêa Vieira, sei es außerdem besonders wichtig, Probleme in der Logistik zu lösen, um die Effizienz der brasilianischen Industrie zu steigern. Von den 50 ersten Hafenterminals befänden sich sieben in Rio de Janeiro. (ds)