Präsidentin Dilma Rousseff und der mexikanische Staatschef Enrique Peña Nieto am Dienstag in Mexiko-Stadt. / Copyright: Agência Brasil Presidenta Dilma Rousseff e o presidente mexicano, Enrique Peña Nieto, durante visita de Estado ao México (Roberto Stuckert Filho/Presidência da República)

Mexiko und Brasilien wollen den Handel untereinander deutlich ausbauen. Ein am Dienstag (26.5.) unterzeichnetes Handelsabkommen zwischen der Regierungen beider Länder soll mehr Sicherheit für Investitionen garantieren. Unternehmerverbände begrüßten das Abkommen. Zudem wurden der brasilianische Zuckerrohschnaps Cachaça und der mexikanische Tequila als landestypische Produkte klassifiziert, um sie vor Kopien zu schützen.

Bei dem Staatstreffen zwischen der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff und dem mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto verpflichteten sich beide, untereinander die Einfuhrzölle auf Waren spürbar zu senken, wie die Zeitung Valor Econômico berichtet. Des Weiteren seien Rechtssicherheiten für Unternehmen vereinbart worden, die im Partnerland investieren wollen, um zukünftig Auseinandersetzungen zunehmend zu vermeiden. Der brasilianische Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) begrüßte das Abkommen sehr, wie die Zeitung schreibt.

Grundsätzlich soll der Handel unter den beiden größten Ökonomien Lateinamerikas ausgebaut werden. Während Mexiko derzeit 23 Milliarden US-Dollar in Brasilien investiert, ist dieses mit nur zwei Milliarden US-Dollar jährlich an Investitionen in Mexiko beteiligt. „Brasilien und Mexiko können nicht mit dem Rücken zueinander stehen”, so Dilma Rousseff in Mexiko.

Absichtserklärungen gab es zudem für mehr Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Fischfang, Landwirtschaft und Umweltschutz. (ms)

Quelle: Valor Econômico