Das Copan-Gebäude von Oscar Niemeyer / Copyright: Wikipedia, GNU, J. Partenheimer

Das Copan-Gebäude von Oscar Niemeyer / Copyright: Wikipedia, GNU, J. Partenheimer

Im Zentrum von São Paulo wurde am vergangenen Samstag (08.09.) ein neues Kulturzentrum eingeweiht, was zeitgenössischen Künstlern im Rahmen des sogenannten Pivô-Projekt besondere Freiheit geben soll, ihre Kunst auszustellen und zu produzieren. Das Projekt wird im Gebäude Copan auf 3.500 m² durchgeführt, eines der Gebäude des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer, welches zu den Symbolen der Stadt São Paulo gehört.

Laut Marta Ramos-Yzquierdo, Direktorin des Programms, gebe man hier Künstlern die Möglichkeit, ohne kommerziellen Druck oder sonst üblichen bürokratischen Anforderungen der Museen und öffentlichen Institutionen, ihrer Arbeit nachzugehen.

„Der Ort wird ein dauerhaftes Kulturzentrum sein. Wir suchen gerade nach neuen Projekten und die Idee ist es, zeitgenössische Kunst zu zeigen, die normalerweise durch verschiedene Richtlinien eingeschränkt wird“, so Ramos-Yzquierdo.

Für die Einweihung ist auch eine Ausstellung des Künstlers Alexandre Brandão zu sehen, die Dunkel und Hell thematisiert, sich in sein Lebenswerk einreiht und die 20 Jahre lang verborgen war.

Des Weiteren wird durch die Installation „Geschlossene Dimension“ von Lucas Simões ein Labyrinth im Kulturzentrum geschaffen.

Laut Ramos-Yzquierdo sei ein Unterschied des Zentrums zu anderen Ausstellungen, die Produktionsprozesse von Künstlern der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Wir wollen zeigen, wie die Künstler arbeiten. Dem Publikum soll nähergebracht werden, wie diese Prozesse vonstattengehen, da zeitgenössische Kunst meist fern von der Öffentlichkeit gehalten wird.“

Für die Zukunft hoffe man, dass neue Partnerschaften für das Kulturzentrum eingegangen und auch Sponsoren gefunden werden. (ds)