Mercedes-Benz erweitert seine Produktion in Brasilien / Copyright: own work LSDSL
Mercedes-Benz erweitert seine Produktion in Brasilien / Copyright: own work LSDSL

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Der deutsche Automobilbauer Mercedes-Benz wird 2016 sein zehntes Werk in Brasilien eröffnen. Dies teilte Philipp Schiemer, der zuständige Leiter des Unternehmens in Brasilien gestern (01.10) gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied Andreas Renschler mit.

Rund 500 Millionen Reais (rund 166 Millionen Euro) will der Konzern in die Konstruktion des Werkes investieren und damit rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen. Entstehen soll die Fabrik in Iracemápolis im Bundesstaat São Paulo.

Der brasilianische Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel Fernando Pimentel zeigte sich erfreut über den Erfolg des Programms „Anreiz zur technischen Innovation und Erweiterung der Produktionskette von Kraftfahrzeugen“ (Incentivo à Inovação Tecnológica e Adensamento da Cadeia Produtiva de Veículos Automotores, kurz: Inovar-Auto). Anreize im Rahmen des Inovar-Auto sind vor allem Steuererleichterungen. Das Programm hatte zuletzt bereits Audi und BMW mit einem zusätzlichen Werk nach Brasilien gelockt. Pimentel erklärte, dass die Automobilhersteller aus dem Premiumsegment mit der Konstruktion neuer Werke und der Etablierung von F&E-Abteilungen (Forschung und Entwicklung) in Brasilien genau den Zahn der Zeit träfen. Es gäbe viele hervorragend ausgebildete brasilianische Ingenieure, die die Konzerne mit innovativen Ideen unterstützen können. Hinzu kommt die steigende Nachfrage der Brasilianer nach luxuriösen Mittelklassewagen von denen die deutschen Automobilkonzerne profitieren werden. Schiemer bestätigte, dass man mit einem Anstieg der Nachfrage um über 300 Prozent rechne. Damit würden die Verkäufe von aktuell 30.000 Wagen pro Jahr auf 100.000 pro Jahr ansteigen.

Auch Volkswagen hat für die kommende Woche Gespräche mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff angekündigt in denen über eine mögliche Ausweitung der VW-Produktion diskutiert werden soll. (sg)