Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, Kabinettschefin Gleisi Hoffmann und Gesundheitsminister Alexandre Padilha / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, Kabinettschefin Gleisi Hoffmann und Gesundheitsminister Alexandre Padilha / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gab gestern (08.11.) die Veröffentlichung des Programms „Besser zu Hause“ (Programa Melhor em Casa) bekannt, das in ganz Brasilien den Zugriff auf das öffentliche Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) bis 2014 mit Betreuungsmöglichkeiten zu Hause beim Patienten erleichtern soll. Hierbei stellt die Regierung Investitionen in Höhe von einer Milliarde Reais (ca. 0,42 Milliarden Euro) dem Gesundheitswesen zur Verfügung. Im Rahmen des Projekts sollen Personen, die eine motorische Rehabilitation durchführen müssen, Rentner und Patienten mit chronischen Krankheiten Anspruch auf professionelle Unterstützung erhalten.

Rousseff veröffentlichte ebenso das SOS-Notfall-Programm (Programa SOS Emergências), um die Verwaltung und die Betreuung in elf Krankhäusern des SUS zu verbessern. So erhalte das Krankenhaus João XXIII in Belo Horizonte (Bundesstaat Minas Gerais) beispielsweise bis 2014 eine Unterstützung von 3,6 Millionen Reais (rund 1,5 Millionen Euro) jährlich, um seine Ausgaben zu decken und die Betreuung in der Notaufnahme zu verbessern. Je nach Bedarf der einzelnen medizinischen Zentren können weiterhin drei Millionen Reais (etwa 1,25 Millionen Euro) für den Kauf von Ausstattungsmaterialen und Reformen in der Notaufnahme genehmigt werden.

Während der Veranstaltung lobte der Bürgermeister von São Paulo, Gilberto Kassab (der Partei PSD), die brasilianische Regierung und hob hervor, dass das Gesundheitswesen nicht nur von den Ressourcen, sondern auch von der Leitung abhängig sei.

Der brasilianische Gesundheitsminister Alexandre Padilha gab bekannt, dass bereits 110 Teams für die häusliche Betreuung registriert wurden. Damit könnten im Durchschnitt 650 Patienten monatlich versorgt werden. (ds)