Tablets / Copyright: Wikimedia Commons

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Wie der brasilianische Minister für Kommunikation, Paulo Bernardo, am Donnerstag in der Radio-Sendung „Guten Morgen, Herr Minister“ („Bom dia Ministro“) des brasilianischen Kommunikationsunternehmen (Empresa Brasil de Comunicação, kurz: EBC) verkündete, haben sich bereits neun ausländische Unternehmen für die Produktion von Tablets in Brasilien registriert. Die Produktion soll schon im August beginnen. Nach Meinung des brasilianischen Ministers, stehe Brasilien ein regelrechter „Tablets-Boom“ zum Ende des Jahres bevor, denn die Kaufkraft der Bevölkerung sei hoch und die Produktpreise würden fallen.

Die Unternehmen, die in Brasilien Tablets produzieren wollen, müssen sich jedoch an die neuen Kriterien der Regierung halten. Die für die Produktion benötigten Technologien könnte man folglich noch bis zum 31. Dezember 2013 importieren. Andere Komponenten wiederum müssten bereits in diesem Jahr zu mindestens 50% in Brasilien hergestellt werden. Ab 2012 soll der Anteil an der nationalen Produktion dann bereits bei 80% liegen und im Jahr 2013 müssen 95% der Materialien in Brasilien hergestellt werden. Dafür erhielten die Unternehmen steuerliche Anreize. Diese fallen unter das sogenannte „Gütergesetz“ (Lei do Bem). Dieses beinhaltet eine 80%ige Steuerminderung bei industriellen Gütern (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI).

Paulo Bernardo sagte aber auch, dass man nicht vorhabe, das ganze Land mit kostenlosem Internet zu versorgen. Gleicheitig sei man aber bemüht, die Infrastruktur dafür weiter auszubauen und die Netzbetreiber zu einem fairen Wettbewerb zu motivieren.  (nm)