Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, hält die Lösung der Probleme im Nordosten Brasilien für besonders wichtig / Copyright: Agência Brasil
Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, hält die Lösung der Probleme im Nordosten Brasiliens für besonders wichtig / Copyright: Agência Brasil

Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, hält die Lösung der Probleme im Nordosten Brasiliens für besonders wichtig. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Aécio Neves (Partei PSDB) hat am vergangenen Samstag (23.08.) in Salvador (Bundesstaat Bahia) darüber gesprochen, dass er die Grundleistungen des Sozialprogramms Bolsa Família auf 1,25 US-Dollar täglich pro Person erhöhen wolle. Laut Angaben der Vereinten Nationen (UN) wird ein Wert unter 1,25 US-Dollar bereits als Armutsverhältnis angesehen.

Neves zufolge würde das Programm mit der letzten Angleichung im Juni nicht den Anforderungen der UN entsprechen, was der Präsidentschaftskandidat ändern wolle. Sein Programm, das sich in etwa „Plan zur Stärkung des Nordostens“ (Plano Nordeste Forte) nennt, bezieht sich auf Themen wie die Infrastruktur, die semiariden Gebiete, auf Hungerbekämpfung, öffentliche Sicherheit und Bildung. Dabei will er Lösungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum finden, die soziale Ungleichheit reduzieren und regionale Eingliederung fördern.

Unter den Vorschlägen befinden sich die Reduzierung der Mordrate im Nordosten um 30 Prozent innerhalb von vier Jahren sowie das Angleichen des Indexes für menschliche Entwicklung (Human Development Index) innerhalb von zehn Jahren an den nationalen Durchschnittswert. Des Weiteren sollen die Ressourcen für den Schülertransport verdoppelt werden. „Wir werden finanzielle Mittel in die Gesundheit und Bildung der Region fließen lassen. Priorität haben auch Bauarbeiten in der Infrastruktur, deren Engpässe sich als Barriere für die Wettbewerbsfähigkeit erweisen.“

Ein weiterer Punkt sei das Wirtschaftswachstum und der Kampf gegen die Inflation. Hierbei müsse es klare wirtschaftliche Regeln geben, eine transparente Steuerpolitik und Rechtssicherheit für diejenigen, die in Brasilien investieren wollen. (ds)