Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, äußert sich über sein Parteiprogramm / Copyright: Agência Brasil
Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, äußert sich über sein Parteiprogramm / Copyright: Agência Brasil

Aécio Neves, Präsidentschaftskandidat für die Wahlen im kommenden Oktober, äußert sich über sein Parteiprogramm. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Aécio Neves (der sozialdemokratischen Partei PSDB) hat am vergangenen Dienstag (19.08.) im Rahmen seiner Wahlkampagne im Bundesstaat Minas Gerais sein Parteiprogramm vorgestellt und erklärt, dass eine der Prioritäten seines Programms das Agrobusiness sei. Laut Neves müsse dieser Sektor als Schlüssel betrachtet und an strategische Maßnahmen in der Infrastruktur gekoppelt werden. Hierbei würde der Ausbau von Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Häfen eine besondere Rolle spielen.

Weiterhin verteidigte der Kandidat die Reduzierung der vorhandenen Ministerien um die Hälfte. Welche Ministerien genau geschlossen werden würden, gab der Minister nicht bekannt. Er sagte aber, dass es eine  Art „Superministerium“ geben werde, das auf dem Niveau des Finanzministeriums agiere, das direkt in Verbindung mit dem Infrastrukturministerium stünde. Außerdem solle das Justizministerium in das Ministerium für öffentliche Sicherheit und Justiz umgewandelt werden. Ziele dieses seien beispielsweise Partnerschaften mit den Bundesstaaten und die Modernisierung der Strafprozessordnung, um Verbrechen einzudämmen.

Des Weiteren weill Neves eine größere Autonomie für die Gemeinden durchsetzen. Die Gemeinden würden es nicht schaffe, ihre Grundforderungen zu bedienen, wenn die Abhängigkeit zum Staat zu groß ist, so Neves. Nach seinem Besuch in der Stadt Dourados stehen weitere in Cuiabá und Sinop im Bundesstaat Mato Grosso auf dem Programm. (ds)