Die Präsidentschaftswahl 2010 kostete 195,2 Millionen Reais mehr aufgrund der Nichtwähler. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Die Präsidentschaftswahl 2010 kostete 195,2 Millionen Reais mehr aufgrund der Nichtwähler. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Die Präsidentschaftswahl 2010 kostete 195,2 Millionen Reais mehr aufgrund der Nichtwähler. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Wer als Wähler nicht an den Wahlen teilnimmt, schadet damit die öffentlichen Kassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des obersten Wahlgerichts von Brasilien (Tribunal Superior Eleitoral, kurz: TSE), die am vergangenen Montag (12.5) veröffentlicht wurde. Den Daten zufolge hat die Wahljustiz bei den Präsidentschaftswahlen 2010 wegen der Nichtwähler 195,2 Millionen Reais mehr ausgeben müssen. Im Detail waren es 89,3 Millionen Reais Verlust im ersten Wahlgang und 105 Millionen Reais im zweiten, als 29 Millionen Wahlberechtigte nicht an der Urne erschienen.

In die Summe sind allerdings nicht die ungültigen Stimmzettel und die ohne Angaben einbezogen, wobei die Wähler zwar an der Urne erschienen, jedoch keinen einzigen Kandidaten auswählten. Nimmt man diese Wähler noch in die Kalkulation des TSE auf, ergibt sich ein Anstieg der Gesamtkosten der Wahl um 60,7 Millionen. Die Zahlen basieren auf den Durchschnittskosten für eine Stimme bei der Wahl 2010, die vom TSE mit 3,63 Reais pro Wähler berechnet wird.

Am vergangenen Freitag (09.05) gab das Gericht einen Anstieg der Wahlberechtigten um sechs Millionen für die Wahl im Oktober bekannt. Gemäß der Teilbilanz des Gerichts sind insgesamt 141,8 Millionen wahlberechtigt. Ein Anstieg um 4,43 Prozent im Vergleich zur Wahl 2010. (ls)