Ein Nachteil der Region: die mangelhafte Infrastruktur. / Copyright: Agência Brasil

Die Region Matopiba, die aus den Bundesstaaten Maranhão, Tocantins, Piauí und Bahia besteht, formiert sich zur neuen Landwirtschaftsmacht des Landes. Zum einen befindet sich die Region in der Nähe zu den Häfen von Belém, São Luís, Pecém (CE) und Suape (PE), zudem zeichnet sie sich durch einen niedrigen Bodenpreis, ein gleichmäßiges Klima sowie einen ebenen Boden aus, was die Mechanisierung der Landwirtschaft erleichtert und immer mehr Landwirtschaftsbetriebe anzieht.

Mit 337 Gemeinden über 73 Millionen Hektar beherbergt Matopiba fast sechs Millionen Brasilianer und 324.000 landwirtschaftliche Einrichtungen. Allerdings leidet die Region unter einem fehlenden Straßennetz.

Ein Teil der Ernte von Tocantins und Maranhão können über die Autobahn Belém-Brasília bis zum Hafen von Barcarena transportiert werden, oder über die Eisenbahnstrecke Norte-Sul vom Hafen Franco bis zum Hafen von Itaqui in São Luís. Die anderen Gebiete greifen auf die Verbindungsstraße zwischen Brasília und Fortaleza zurück, die aber auf einem Stück von 460 Kilometern nicht asphaltiert ist.

Trotz des Mangels an Infrastruktur, die die Preise der Fracht verteuert, bieten Investitionen in die Landwirtschaft der Region laut dem  Präsident des Verbandes der Hersteller von „Serra do Quilombo“, Leivandro Fritzen, Vorteile. Er weist darauf hin, dass die Sojabohnen- und Maiserträge von Jahr zu Jahr ansteigen.

Laut der nationalen Versorgungsbehörde (Conab) produzierte Matopiba in der Erntezeit 2013/2014 8,7 Millionen Tonnen Sojabohnen. In der Erntezeit 2014/2015 stieg die Menge auf 10,5 Millionen Tonnen, was einem Plus von 21,7 Prozent entspricht und elf Prozent an der nationalen Gesamtmenge an produziertem Soja ausmachte. Besonders stach dabei Bahia durch seine Produktivität hervor dank einem Verhältnis von 2.940 Kilo pro Hektar und 4,2 Millionen Tonnen Soja-Ernte. (ls)

Quelle: Agência Brasil