Unicef Flagge / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Unicef

Unicef-Flagge / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Unicef

Obwohl der Bundesstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens die Kindersterblichkeitsrate schon bedeutend (von 40 auf 15,7 totgeborene Babys pro 1.000 Geburten) verringern konnte, übersteigt die Sterblichkeitsrate in gut 20 Gemeinden noch immer die 25er Marke.

Gary Stahl, Repräsentant von Unicef in Brasilien, bestätigte, dass diese betroffenen Gemeinden die schlechtesten sozialen und gesundheitlichen Indikatoren im ganzen Bundesstaat aufwiesen. Die Bevölkerungsgruppen vor Ort seien alle mehr oder weniger geschwächt.

Diese Gemeinden, meist im trockenen Inland Pernambucos gelegen, werden ab August dieses Jahres finanzielle Ressourcen und technische Hilfe zur Stärkung der öffentlichen Programme rund um Schwangere, Mütter und Babys erhalten. Die Unterstützung wird über ein Projekt von Unicef – mit dem Ziel der Reduzierung der Sterberaten von Föten, Kleinkindern und schwangeren Frauen – finanziert und realisiert.

Es sollen „Babywochen“-Treffen mit Repräsentanten der Gemeinderegierungen, der Zivilgesellschaft und des Privatsektors stattfinden, die Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sozialhilfe, speziell für die frühe Kindheit, in den öffentlichen Politikprogrammen beschließen und verankern sollen.

Die Laufzeit des Vorhabens ist auf drei Jahre angesetzt, in welcher Sensibilisierungskampagnen für Zivilgesellschaft und Privatsektor sowie Beratungsgespräche, zur Befähigung des Personals in den verschiedenen benötigten Bereichen, vorgesehen sind.

Zur Realisierung der Testphase des Projekts in Pernambuco hat sich das französische Pharmazieunternehmen Sanofi zu einer Spende von einer Millionen Reais (knapp 400.000 Euro) bereit erklärt. Schon bereits vor zehn Jahren hatte das Unternehmen eine Unicef-Aktion unterstützt, bei der landesweit 46.000 Kinder von den Müllkippen weggeholt worden waren. (jv)