Integrationsminister Fernando Bezerra / Copyright: Agência Brasil

Integrationsminister Fernando Bezerra / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung wird am Freitag (13.01.) Notfallmaßnahmen für die Landwirte der südlichen Regionen Brasiliens bekanntgeben, die unter der langen Dürrezeit leiden mussten und dadurch Ernteausfälle hatten. Die Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Santa Catarina befänden sich unter denen, die am stärksten von diesen Problemen betroffen seien, neben einigen Gemeinden im Paraná.

Die Verlängerung der Fristen für die Rückzahlung von Schulden sei eine der Maßnahmen, die zur Diskussion stehen, so Integrationsminister Fernando Bezerra. „Natürlich müssen die Fristen verlängert und Finanzierungsverträge aufgesetzt werden. Diese Vorgehensweise ist bei Ernteverlusten eine notwendige Maßnahme. Wir analysieren gerade die Forderungen des Bundesstaats Rio Grande do Sul für den Transfer von Ressourcen zum Bau von Zisternen und für die bessere Wasserversorgung“, so teilte der Minister in einer Pressekonferenz mit.

Bezerra bekundete, dass ca. drei Milliarden Reais (rund 1,3 Milliarden Euro) durch die Produzenten der südlichen Bundesstaaten investiert wurden, ein Großteil dieser Ressourcen sei durch Agrarversicherungen geschützt. Laut des Ministers wäre aber die Situation der Kleinbauern am kritischsten, da diese keine Versicherung haben. Ebenso kritisch sehe er die Lage der Verbände, die diese Landwirte finanzieren.

Am Dienstag (10.01.) fand eine Sitzung unter Koordination des Casa Civil (vergleichbar mit dem Kanzleramt) statt, um die Maßnahmen zu entwickeln. Heute sollen diese Maßnahmen abgesegnet werden. Am Freitag (13.01.) treffe sich Bezerra und der Landwirtschaftsminister Mendes Ribeiro mit dem Gouverneur des Bundesstaats Rio Grande do Sul, Tarso Genro, um die Maßnahmen bekanntzugeben. (ds)