Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Notfallmaßnahmen für die überschwemmten Gebiete / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Notfallmaßnahmen für die überschwemmten Gebiete / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Notfallmaßnahmen für die überschwemmten Gebiete. / Copyright: Agência Brasil

Nachdem die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am vergangenen Dienstag (17.06.) neue Notfallmaßnahmen und mittelfristige Maßnahmen für die von starken Regenfällen betroffenen Bundesstaaten Paraná und Santa Catarina angekündigt hatte, machte sich die Präsidentin selbst ein Bild von der Situation vor Ort und sagte, sie sei „schockiert und tief bewegt“ gewesen.

In der Stadt União da Vitória (Paraná) sprach Roussefff mit lokalen Verantwortlichen und kündigte die Gründung eines Notfallausschusses an, der Vertreter der Regierung, der Bundesstaaten und der Gemeinden zusammenbringen soll. In dieser ersten Phase sollen Sofortmaßnahmen aufgesetzt werden, zum Schutz und zur Sicherheit der Betroffenen und es soll den Menschen eine Unterkunft geboten werden. Dafür wurden 3,9 Millionen Reais an Ressourcen freigestellt sowie Materialien und Dienstleistungen für den Bundesstaat.

Der Betrag wurde durch das Intregrationsministerium ermöglicht und beinhaltet im Detail auch 14.200 Lebensmittelpakete, 12.200 Schlafausrüstungen, Unterstützung von der Armee, Nutzung von Helikoptern und anderen Transportmitteln. Laut Rousseff wurden für Santa Catarina bereits 1,5 Millionen Reais genehmigt. Eine andere Maßnahme ist die finanzielle Unterstützung durch die sogenannte „Karte zur Zahlung der Zivilverteidigung“ (Cartão de Pagamento da Defesa Civil), durch die die Stadtverwaltungen weitere Leistungen beantragen können.

Laut letzten Angaben sind 152 Gemeinden in Paraná von Schlammlawinen und Überschwemmungen betroffen, davon befinden sich 147 in einer Notfallsituation. In Santa Catarina befanden sich noch bis vergangenem Montag (16.06.) 41 Gemeinden in einer Notsituation. (ds)