Wegen Extremwetterlagen wie dern Überschwemmungen in Santa Cantarina erließ die Bundesregierung für 176 Gemeinden den Notstand. / Copyright: Courtesy Defesa Civil de Santa Catarina
Wegen Extremwetterlagen wie dern Überschwemmungen in Santa Cantarina erließ die Bundesregierung für 176 Gemeinden den Notstand. / Copyright: Courtesy Defesa Civil de Santa Catarina

Wegen Extremwetterlagen wie den Überschwemmungen in Santa Cantarina erließ die Bundesregierung für 176 Gemeinden den Notstand. / Copyright: Courtesy Defesa Civil de Santa Catarina

Durch die anhaltenden Extremwetterlagen in bestimmten Regionen Brasiliens hat das zuständige Ministerium für bundesweite Integration (Ministério da Integração Nacional) am Mittwoch (12.11.) im nördlichen Bundesstaat Ceará für 176 Gemeinden den Notstand erklärt. Während im Norden, Nordosten und Südosten die Dürre zu Wassernot und massiven Einbrüchen bei der Ernte führt, ist der Süden des Landes von Regenschauer und Stürme betroffen, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtet.

In fünf Bundesstaaten hat auf Bitten der betroffenen Gemeinden die Bundesregierung die teilweise dramatischen Situationen als Notstand anerkannt. Seit Langem sind die nord- und südöstlichen Bundesstaaten Bahia, Minas Gerais und São Paulo in solchem Ausmaß von Trockenheit betroffen, dass die Stromversorgung gefährdet ist (BrasilNews berichtete, 6.11.14). In Landkreisen der südlichen Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Mato Grosso und Paraná wiederum führten anhaltende Stürme, Hagel und Regenschauer zu Überschwemmungen.

Durch die Anerkennung der Notstandslage durch die Bundesbehörden erhalten die Gemeinden die Möglichkeit Bundesmittel zur Notstandsbekämpfung anzufordern und Entschädigungszahlen aus dem Bundeshaushalt zu decken. Zuletzt sind für die Gemeinde Abdon Batista in Santa Catarina 111.000 Reais (etwa 35.000 Euro) bewilligt worden, um die grundlegende Infrastruktur wieder herzustellen, die durch Überflutungen zerstört wurden, wie Agência Brasil berichtet. Allein in diesem Bundesstaat sind rund 460.000 Personen von den Niederschlägen betroffen. Der Schaden wird auf 519 Millionen Reais (circa 160 Millionen Euro) geschätzt. (ms)