Dilma Rousseff will mit den europäischen Staatschef gemeinsam gegen die Abhöraktionen vorgehen / Copyright: Agência Brasil
Dilma Rousseff will mit den europäischen Staatschef gemeinsam gegen die Abhöraktionen vorgehen / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff will mit den europäischen Staatschef gemeinsam gegen die Abhöraktionen vorgehen / Copyright: Agência Brasil

Nachdem sowohl die Europäische Union, als auch Brasilien Zielscheibe der Datenspionage durch die USA geworden sind, will man zukünftig gemeinsam an einem besseren Sicherheitssystem arbeiten. Der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Durão Barroso teilte gestern (28.10.) mit, dass ein Gespräch über mögliche gemeinsame Projekte in Kürze stattfinden soll. Die beiden Ländern haben bereits in einer Hauptversammlung der UN in New York eine Initiative gegründet, die auf eine Resolution zu diesem Thema abzielt.

Barroso erklärte, dass man sich generell mit allen betroffenen Regierungen austauschen will, um ein möglichst effizientes Ergebnis zu erzielen. Das Ziel der Kooperationen soll außerdem sein, Druck auf die USA auszuüben und zu demonstrieren, dass man geschlossen gegen solche Taktiken stehe.

Auch Spanien gab bekannt, dass in den letzten Jahren rund 60 Millionen Telefonate abgehört sein sollen. Angela Merkels Handy soll seit 2003 Ziel der Abhörtaktiken gewesen sein. Bis zuletzt hatte es anscheinend keine Anzeichen gegeben, dass neben Zivilbürgern auch Merkel abgehört wurde. Außer ihr sollen 35 weitere Staatschefs ebenfalls Opfer der NSA sein.

Barroso gab außerdem bekannt, dass man so schnell wie möglich auch eine Einigung mit dem Weißen Haus finden wolle. Vor allen Dingen Frankreich und  Deutschland wollen eine Einigung mit den USA schnell herbeiführen, da die guten Beziehungen nicht weiter beschädigt werden sollen. (sg)