Das Oberste Wahlgericht von Brasilien hat bereits insgesamt sieben Wahlwerbungen von Aécio Neves gesperrt. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Das Oberste Wahlgericht von Brasilien hat bereits insgesamt sieben Wahlwerbungen von Aécio Neves gesperrt. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Das Oberste Wahlgericht von Brasilien hat bereits insgesamt sieben Wahlwerbungen von Aécio Neves gesperrt. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Das Oberste Wahlgericht hat einen Teil der Wahlwerbung von Dilma Rousseff gesperrt, in denen der Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Kandidaten Aécio Neves (PSDB) als „Papasöhnchen“ bezeichnet und fragt, wo er gewesen ist, während Rosseff „für die Demokratie gekämpft hat“ während der Militärdiktatur im Land. Mit dieser Entscheidung verliert die Koalition der noch amtierenden Präsidentin eine Minute und 50 Sekunden ihrer Wahlwerbung. Stattdessen wird in dieser Zeit eine Warnung veröffentlicht, dass die PT mit ihrer Wahlwerbung gegen das Wahlgesetz verstoßen hat.

Die Verteidigung von Aécio Neves erklärte, dass man mit dieser Passage den Kandidaten beleidigen wollte. „Zu sagen, dass ein Kandidat sich wie ein Papasöhnchen verhält? Das ist ein persönlicher Angriff, um ihn lächerlich zu machen.“ Die Verteidigung stellte zudem klar, dass Neves während der Militärdiktatur zehn Jahre alt gewesen ist und deshalb eine Anschuldigung, er habe nicht für sein Land gekämpft, völlig unpassend sei. Das Gericht entschied einstimmig zugunsten Neves. In seiner Stellungnahme dazu kritisierte der Minister João de Noronha Otávio den Ton der Kampagne. „Es ist eine Kampagne, die das Image , den Charakter zerstört. Das können wir nicht zulassen.“

Auf der anderen Seite hat das Oberste Wahlgericht auch drei Wahlwerbungen von Neves gesperrt. Damit erhöht sich die Zahl gesperrter Wahlwerbungen für den Kandidaten bereits auf sieben. In einer der Werbungen sagt die Koaltion Neves, dass „Rousseff und ihre Partei PT die flachste, aggressivste und verlogenste Kampagne fahren, die es in der jüngsten Zeit der Demokratie in Brasilien gegeben habe“ und am Ende heißt es, „Aécio sei Brasilien ohne Angst vor der PT“. (ls)