Das OECD-Konferenz-Zentrum in Paris. / Copyright: Wikimedia Commons, Nick-D Das OECD-Konferenz-Zemtrum in Paris. / Copyright: WikiCommons Autor: Nick-D

Weltweit sinkt das Vertrauen in Brasilien als Wirtschaftskraft immer mehr. Nachdem zuletzt die Rating-Agentur Standard & Poor’s die Bonitätsrate für Brasilien herabstufte (BrasilNews berichtete, 11.09.2015), hat nun auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seine Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung des Landes für 2015 und 2016 deutlich nach unten korrigiert.

Demnach geht die OECD nach neuesten Rechnungen von einem Schrumpfen der brasilianischen Wirtschaft im laufenden Jahr in Höhe von 2,8 Prozent und von 0,7 Prozent in 2016 aus, berichtet die Zeitung Valor Econômico. Noch vor vier Monaten war die Organisation von einem Rückgang von 0,8 Prozent in 2015 und sogar von einem Wachstum in Höhe von 1,1 Prozent in 2016 ausgegangen.

Das Bild, das die OECD von Brasilien zeichnet, fällt dabei deutlich negativer aus, als das des lokalen Finanzmarktes, so der Valor Econômico. Hiernach liegt die durchschnittliche Prognose für das Wirtschaftswachstum bei einem Rückgang von 2,55 Prozent in 2015 und 0,6 Prozent im Folgejahr, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage der Zentralbank unter 100 Finanzinstitutionen des Landes.

Im Bericht der OECD benennt diese Brasilien und Russland als Länder, die derzeit besondere Widrigkeiten durchlaufen würden. Beide Länder „sehen sich tiefgreifenden Rezessionen gegenüber, gepaart mit einer relativ hohen Inflation“, so der OECD-Bericht. Da beide Länder insbesondere Primärgüter exportieren, könnte sich die wirtschaftliche Lage verbessern, wenn im kommenden Jahr die Preise dafür nicht weiter sinken. (ms)

Quelle: Valor Econômico