Die OECD empfiehlt Brasilien weitere Maßnahmen zur steuerlichen Konsolidierung / Copyright: OECD

Die OECD empfiehlt Brasilien weitere Maßnahmen zur steuerlichen Konsolidierung / Copyright: OECD

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, kurz: OECD) sieht trotz der wirtschaftlichen Krisen in den USA und Europa keine Auswirkungen für Brasilien. Laut der Wirtschaftsexpertin der OECD, Annabelle Mourougane, wird Brasilien aufgrund seines überhitzten Binnenmarktes vor negativen Folgen geschützt.

Demnach wird sich der brasilianische Arbeitsmarkt weiter entwickeln und die geringe Arbeitslosenquote beibehalten. Mit dieser Voraussetzung werden sich sowohl der Konsum als auch die Gehälter weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. Trotzdem empfiehlt Mourougane, die Politik der steuerlichen Konsolidierung und die Reduzierung des Leitzins weiterzuführen. Im Vergleich zu anderen Ländern sei Brasilien laut der Wirtschaftsexpertin in einer sehr guten Position.

Diese Einschätzungen sind unter anderem die Ergebnisse der Studie „Wirtschaftliche Forschung Brasiliens“ (Pesquisa Econômica do Brasil) der OECD. Dabei gehen die Experten davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahres eine Wachstumsrate von 4,5 Prozent haben wird.

Der OECD zufolge hängen die wirtschaftlichen Aktivitäten Brasiliens davon ab, wie die interne Nachfrage auf dem Binnenmarkt ausfällt und wie viel in Brasilien investiert wird. Mit dem erwartungsgemäß gemäßigterem Wachstum in den Jahren 2011 und 2012 wird die Inflationsrate stetig fallen, jedoch trotzdem über dem Zielwert der brasilianischen Regierung, um die 6,5 Prozent, bleiben. (gp)