Studie nennt das Ergebnis "besorgniserregend". / Quelle: Agência Brasil

Brasilien weist den höchsten Index für Jugendliche auf, die statt zu studieren arbeiten gehen, verglichen mit allen anderen Ländern der OECD sowie Partnerländern, wie der Bericht „Education at a Glance 2015: Panorama da Educação“ zeigt. Demnach befinden sich 76 Prozent der jungen Leute zwischen 20 und 24 Jahren in Brasilien nicht an einer Uni, in den anderen Ländern liegt dieser Wert durchschnittlich bei 54 Prozent.

Zudem geht der Großteil der nicht-studierenden jungen Leute in Brasilien bereits einer Beschäftigung nach (52 Prozent). Damit ist auch der Index der Beschäftigung innerhalb der betrachteten Altersklasse in Brasilien gegenüber den anderen Ländern der höchste. „Es ist schon besorgniserregend, dass diese jungen Leute nicht studieren, doch genauso wichtig ist zu sehen, dass die Mehrheit von ihnen stattdessen arbeiten geht“, heißt es in der Studie, die auf Daten von 2013 basiert.

Die OECD-Studie gilt als die primäre Quelle für Informationen zum Bildungsstand weltweit. Die Veröffentlichung enthält Daten über die Struktur, Finanzierung und Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme von 46 Ländern, darunter 34 OECD-Mitglieder, Partnerländern sowie der G20.

Auf allen Bildungsebenen wies Brasilien allerdings eine niedrigere Arbeitslosenquote als der Durchschnitt der anderen Länder auf. Im Jahr 2014 lag die Arbeitslosenquote bei Personen zwischen 25 und 64 Jahren und einem Bildungsstand unter Mittelschulenniveau bei 4,5 Prozent; bei 5,6 Prozent mit einem Abschluss der Mittelschule und bei 2,9 Prozent mit Hochschulabschluss. Der Durchschnitt der OECD-Länder lag jeweils bei 12,8 Prozent, 7,7 Prozent und 5,1 Prozent. (ls)

Quelle: Agência Brasil