In der zweiten Jahreshälfte soll es wieder mehr Einstellungen geben. / Copyright: Wikimedia Commons, Mario Roberto Duran Ortiz

Die angespannte Lage der öffentlichen Kassen hat neben anderen Faktoren maßgeblich dazu geführt, dass es deutlich weniger Einstellungen in der öffentlichen Verwaltung Brasiliens gibt. Daten des Planungsministeriums zeigen, dass in der ersten Hälfte dieses Jahres 2.517 Leute über Stellenausschreibungen eingestellt wurden, das entspricht einem Rückgang von 55 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das diesjährige Ergebnis ist das schlechteste seit 2011, als nur 962 Leute eingestellt wurden.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden über Stellenausschreibungen 1.964 Jobs ausgeschrieben, neun Prozent weniger als noch in den ersten sechs Monaten des Vorjahres mit 2.159 Stellen. Der Rückgang könnte allerdings noch größer sein, wenn man die Stellen der staatlichen Universitäten hinzuzieht. Allerdings müssen die keine Auskunft darüber geben, wie viele Stellen sie besetzen. Laut dem Planungsministerium wurden in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 11.252 Einstellungen im gehobenen Bildungsbereich der staatlichen Hochschulen freigegeben.

„Das Jahr hat sehr langsam angefangen, die Regierung hat versucht die Ausgaben möglichst gering zu halten. Natürlich ist klar, dass die öffentliche Verwaltung neue Kräfte braucht und so wurden auch immer mehr Stellenausschreibungen veröffentlicht“, erklärt Jaime Kwei, Marketingleiter der Zentrale für Ausschreibungen. Er geht davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte wieder mehr Stellen in der öffentlichen Verwaltung ausgeschrieben werden. (ls)

Quelle: Estadão