Brasilien wird seine Ölproduktion in diesem Jahr voraussichtlich auf 206.000 Barrel pro Tag erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons
Brasilien wird seine Ölproduktion in diesem Jahr voraussichtlich auf 206.000 Barrel pro Tag erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons

Brasilien wird seine Ölproduktion in diesem Jahr voraussichtlich auf 206.000 Barrel pro Tag erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons

Brasilien wird seine Ölproduktion in diesem Jahr voraussichtlich auf 206.000 Barrel pro Tag erhöhen und im kommenden Jahr auf 325.000 Barrel pro Tag. Damit wird das Land zum größten Wachstumstreiber bei der Ölförderung auf dem amerikanischen Kontinent, ausgenommen Nordamerika, laut einem Bericht von der Bank Goldman Sachs.

Laut der Bank markiert das Wachstum die Wende der aktuellen Situation der brasilianischen Ölförderung, das in den zweiten Quartalen von 2012 und 2013 „frustrierend“ war aufgrund der rückläufigen Produktion im Campos-Becken und der langsamen Förderung des Pré-Sal-Öls. Doch das soll sich jetzt umgekehrt haben. Seit 2013 hat Petrobras zehn Produktionsstätten in Betrieb genommen, davon drei in diesem Jahr. Zwei weitere Plattformen soll noch bis Dezember dazu kommen.

Die Ölproduktion in Brasilien erreichte aufgrund der gestiegenen Produktion im Pré-Sal-Gebiet im August einen Rekordwert von 2,326 Millionen Barrel pro Tag, was einem Anstieg von 15,7 Prozent im Vergleich zum August 2013 entspricht. Das geht aus dem jüngsten Bericht Nationale Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) hervor.

Der Anstieg der Ölförderung in Brasilien ereignet sich zu einem Zeitpunkt, in dem sich die Ölpreise auf einem Abwärtstrend befinden. Das würde allerdings nicht die Nachhaltigkeit der Arbeiten im Campos-Becken bedrohen, so Goldman. „Das anhaltende schwachen Preisniveau stellt keine Bedrohung für die Förderung im Santos-Becken dar, weil hier eine der niedrigsten Grenzkosten in dem Bereich vorliegen.“ (ls)