Die Integration des öffentlichen Verkehrsnetz soll die Situation auf den Straßen Brasiliens verbessern / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei
Die Integration des öffentlichen Verkehrsnetz soll die Situation auf den Straßen Brasiliens verbessern / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Die Integration des öffentlichen Verkehrsnetz soll die Situation auf den Straßen Brasiliens verbessern / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Vor einer Woche startete die brasilianische Regierung im Bundesdistrikt rund um die Hauptstadt Brasília ein neues Verkehrsprojekt, die „Integration des öffentlichen Verkehrsnetzes“, durch das die Situation auf Brasiliens Straßen verbessert werden soll. Dem Reisenden bietet es die Möglichkeit, mit einem speziellen Ticket, verschiedene Busse nutzen zu können, die in das System integriert sind. Er spart somit Zeit und auch Geld.

Spezialisten zufolge sei dieses Modell die rationalste Lösung für den Reisenden und auch für die Dienstleister Brasiliens, allerdings gäbe es immer noch Hindernisse. Obwohl die Städte Curitiba, São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte und Salvador dieses System bereits anwenden, sind die Tickets immer an eine bestimmte Anzahl von Fahrten und an ein Zeitlimit gebunden. In São Paulo könne man das Ticket für 4,65 Reais drei Stunden lang nutzen, in Rio de Janeiro liegt der Preis zwischen 3,95 Reais und 4,95 Reais, gültig für 2,5 Stunden.

Im Bundesdistrikt verbindet das neue Modell derzeit erst einmal zwei Städte, Taguatinga und Ceilândia. Der Reisende hat zwei Stunden Zeit und kann Anschlussbusse nutzen, ohne ein weiteres Ticket kaufen zu müssen. Die maximalen Kosten belaufen sich auf drei Reais. Die Buslinien können von 8 bis 17 Uhr in der Woche genutzt werden, von 8 Uhr bis Mitternacht an Samstagen und von 6 Uhr bis Mitternacht an Sonn- und Feiertagen.

Laut Lúcio Lima, technischer Leiter des Transportsystems im Bundesdistrikt DFTrans, solle es vorerst eine Eingewöhnungsphase geben, bevor dieses System auch auf andere Bezirke erweitert wird. Damit das Modell umfassend funktioniert, müssten allerdings noch drei neue Buslinien hinzugefügt werden, was bis August geschehen solle. Bis dahin werden auch die Metro und Mikrobusse ins System integriert. (ds)