Arbeitsminister sieht Wahlen und Wasserkrise verantwortlich für das negative Saldo bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Arbeitsminister sieht Wahlen und Wasserkrise verantwortlich für das negative Saldo bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Arbeitsminister sieht Wahlen und Wasserkrise verantwortlich für das negative Saldo bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Im Oktober sind in Brasilien mehr Arbeitnehmer entlassen als eingestellt worden, das geht aus Zahlen der zentralen Registrierungsstelle für Arbeitnehmer und Arbeitssuchende (Caged) hervor. Demnach beträgt das negative Saldo 30.283 Stellen. Das Ergebnis ist das schlechteste für den Monat Oktober seit 1999, zuvor wurden im Oktober noch nie weniger Menschen eingestellt als entlassen. Konkret bekamen 1.718.373 Personen eine neue Stelle, während 1.748.656 ihren Job verloren.

Auf das gesamte Jahr bis Oktober hin gesehen gab es einen Nettozuwachs an Jobs von 912.287 Stellen. Nicht einmal der pessimistischste Analyst, der zur zukünftigen Entwicklung von der befragt wurde, hatte vor diesem Hintergrund ein negatives Saldo im Oktober erwartet. Dabei lag die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsstellen im vergangenen Oktober deutlich unter der Zahl vom Oktober 2013. Hier lagen die neu geschaffenen Stellen (ohne Anpassung) bei 94.893 und angepasst bei 130.865.

Bei der Berechnung ohne Anpassung werden nur die Daten berücksichtigt, die von den Unternehmen innerhalb des vorgegebenen Zeitraums eingesandt werden. Anschließend findet eine Anpassung statt, wenn die Angestellten ihre aktualisierten Daten an die Regierung schicken.

Der Minister für Arbeit und Beschäftigung, Manoel Dias, nennt die Wahlen und die Wasserkrise in Sao Paulo als die wichtigsten Faktoren für das negative Ergebnis. Laut Dias war der Wahlkampf „sehr heftig“ und die Probleme aufgrund der Dürre haben die Investitionen im Land gehemmt. Nach der Veröffentlichung der Daten am Freitag (14.11) zusammen mit den Verkäufen im Handel fiel die Erwartung der Wirtschaft bezüglich des Wachstums in diesem Jahr weiter ab auf jetzt 0 Prozent. (ls)