Die Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro soll nach Olympia 2016 langsam gesäubert werden / Copyright: Agência Brasil
Die Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro soll nach Olympia 2016 langsam gesäubert werden / Copyright: Agência Brasil

Die Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro soll nach Olympia 2016 langsam gesäubert werden. / Copyright: Agência Brasil

Obwohl es nicht möglich sein wird, die Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro bis zu den Olympischen Spielen 2016, in Brasilien auch unter Rio 2016 bekannt, vollständig zu säubern, soll die Sportveranstaltung dennoch einen positiven Effekt auf weiterführende Arbeiten und Investitionen in der Bucht haben.

Laut Angaben von Paulo Cesar Rosman, Professor am Institut Alberto Luiz Coimbra für Postgraduiertenstudiengänge und Ingenieursforschung der bundesstaatlichen Universität von Rio de Janeiro (UFRJ), hat es in Sydney nach Olympia 2000 einen ähnlichen Effekt gegeben. Auch dort konnten die Säuberungsarbeiten zwar nicht bis zur Sportveranstaltung beendet werden, Olympia hätte aber einen wesentlichen Impuls gegeben. Diskutiert wurde das Thema auf dem ersten Seminar über die Guanabara-Bucht: aktuelle Situation und Perspektiven im Kontext von Olympia 2016.

Rosman zufolge werden zwar Sanierungsmaßnahmen wie in den 90er Jahren zur Säuberung der Bucht beitragen, diese seien aber bei Weitem nicht ausreichend. Für alle Projekte kämen rund zwei Milliarden Reais an Investitionen in 20 Jahren zusammen. Vergleichsweise dazu hätte der Bau des Maracanã-Stadions eine Milliarde Reais gekostet. Laut Einschätzungen des Experten müssten daher jährlich allein eine Milliarde Reais investiert werden, damit sich die Bucht in zehn Jahren in einer akzeptablen Situation befinde. Über das Sanierungsprogramm der Gemeinden rund um die Bucht PSAM (Programa de Saneamento dos Municípios do Entorno da Baía de Guanabara) sind bis 2016 1,5 Milliarde Reais vorgesehen. Der Professor wies darauf hin, dass die Verschmutzung vor allem mit der fehlenden sozioökonomischen Entwicklung der Region zu begründen sei. (ds)