Regierung von Rio de Janeiro ist um Besserung bemüht - Sportler sehen zu wenig politischen Willen. / Copyright: Agência Brasil

Mithilfe eines Abkommens zwischen der Regierung von Rio de Janeiro, sieben Universitäten und drei Forschungszentren wird die Bucht von Guanabara nun erneut auf ihre Verschmutzung hin untersucht. In der Bucht soll im nächsten Jahr ein Teil der olympischen Segelwettbewerbe stattfinden. Doch die Bucht ist vollkommen verdreckt. Ziel des Abkommens ist es, die von der Regierung angekündigten Maßnahmen zu überwachen und die Säuberung der Bucht zu begleiten.

Laut dem Gouverneur Luiz Fernando Pezão soll bis 2017 eine neue Agentur ins Leben gerufen werden, die die Aktionen rund um die Bucht koordiniert. „Es ist ein wichtiger Schritt, die Universitäten und die brasilianische Marine zusammenzubringen, damit es eine Kooperation zur Überwachung der Bucht gibt.“

Pezão weist darauf hin, dass in 2009, als Rio de Janeiro als Austragungsort für die Olympischen Spiele benannt wurde, nur 17 Prozent des Abfalls in der Region um die Bucht behandelt wurden, heute seien es bereits 49 Prozent.

Olympia-Teilnehmer beschweren sich derweil über die schlechte Wasserqualität. Torben Grael beispielsweise, Segler und der Sportler mit den meisten Olympia-Medaillen Brasiliens, sieht zwar kein gesundheitliches Problem in dem dreckigen Wasser, beklagt allerdings, dass seit 2009 viel mehr für eine Säuberung der Bucht getan hätte werden können. Laut Grael fehlt es an politischem Wille. „Die Qualität des Wassers ist schlecht. Das Wasser ist schmutzig und die Menge der Ablagerungen ist immens. Zumindest die im Wasser schwimmenden Trümmer sollten leicht zu entfernen sein“, so der Sportler. (ls)

Quelle: Agência Brasil