Logo Opel / Copyright: GM Corp.

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Nachdem die brasilianische Automobilindustrie noch im Juli einen leichten Rückgang der Verkaufszahlen zu verzeichnen hatte, konnten im August die viertbesten Verkaufszahlen, nach März, November sowie Dezember des Vorjahres, erzielt werden.

Der Präsident des Verbands des nationalen Automobilvertriebs (Federação Nacional da Distribuição de Veículos Automotores, kurz: FENABRAVE) Sergio Reze gab bekannt, dass der Sektor bis zum Ende dieses Jahres Rekordzahlen schreiben werde, wenn es so weiter ginge wie bisher. Das würde bedeuten, dass der brasilianische Automarkt den deutschen hinter sich lassen würde.

In diesem expandierenden Markt würde auch der deutsche Automobilhersteller Opel gern mitmischen. Die Chefs des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors sehen jedoch Chevrolet als Exporteur für Brasilien vor. Brasilien ist für General Motors nach den USA und China der drittwichtigste Markt weltweit.

Die Internationalisierung Opels im südamerikanischen Gebiet wird zukünftig lediglich in Chile und Argentinien stattfinden. Gegenüber der Automobilwoche sagte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke, dass noch in diesem Jahr der Export nach Chile geplant sei.

Doch der deutsche Hersteller Opel bekommt weitere Beschränkungen von Seiten General Motors. So darf der elektrisch betriebene Opel Ampera nur im europäischen Raum unter dem Namen Opel vertrieben werden. Außerhalb Europas wird er als Chevrolet Volt auf den Markt gebracht.

Laut FENABRAVE ist der Anteil an verkauften ausländischen Automobilen in Brasilien auf 23,77 Prozent gestiegen. Dies übersteige den Wert des Vorjahres um mehr als vier Prozent. Die brasilianische Automobilindustrie deutet dies als ein negatives Zeichen, während Chevrolet und General Motors dies begrüßen.  (sg)