Duarte Nogueira, Leiter der Partei PSDB in der Abgeordnetenkammer, verlangt Rücktritt Lupis / Copyright: Agência Brasil

Duarte Nogueira, Leiter der Partei PSDB in der Abgeordnetenkammer, verlangt Rücktritt Lupis / Copyright: Agência Brasil

Die sozialistische Volkspartei Brasiliens PPS verlangte gestern (15.11.) nach erneuter Veröffentlichung von Vorwürfen gegen den Arbeitsminister Carlos Lupi dessen Rücktritt. Der Präsident der Partei, Roberto Freire, und der Leiter der Partei in der Abgeordnetenkammer, Rubens Bueno, setzten sich ebenso für den Beginn der Ermittlungen der Parlamentarischen Kommission zur Untersuchung von Korruption (Comissão Parlamentar de Inquérito (CPI) da Corrupção) ein.

Lupi hätte der Schaffung von sieben nicht existierenden Syndikaten in Amapá (Bundesstaat im Norden Brasiliens) zugestimmt. Des Weiteren bestätigte der Unternehmer und Inhaber einer NRO, die mit dem Arbeitsministerium eine Partnerschaft eingegangen ist, Adair Meira, eine Geschäftsreise mit dem Arbeitsminister Lupi, die dieser letzte Woche bei der öffentlichen Anhörung im Abgeordnetenhaus abgestritten hatte.

Laut Freire müsse die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die Verantwortung für die Krise im Arbeitsministerium tragen und forderte gründlichere Nachforschungen.

Jeden Tag würden die Vorwürfe gegen den Arbeitsminister Lupi ansteigen. Jetzt wären auch die Fotos über die Geschäftsreise mit dem Unternehmer Meira veröffentlicht worden, die Lupi abgestritten hatte. Bilder würden mehr als tausend Worte sagen, so der Leiter der Partei PSDB in der Abgeordnetenkammer, Duarte Nogueira. Aus diesem Grund sei der Rücktritt des Ministers unabdinglich. (ds)